13.09.2012, 17:02

Denise Bergert

Aufbruch Bayern

Staatskanzlei Bayern startet umstrittenes Online-Spiel als Image-Kampagne

©onlinespiel.aufbruch.bayern.de

In einem Online-Spiel will die Staatskanzlei Bayern Jugendlichen die Zukunftskampagne „Aufbruch Bayern“ näher bringen. Das Projekt erntet in Netz größtenteils jedoch nur Spott.
Um jungen Wählern die Zukunftskampagne „Aufbruch Bayern“ näher zu bringen, hat die Staatskanzlei Bayern ein eigenes Online-Spiel in Auftrag gegeben. Das 100.000 Euro Projekt eines Kölner Software-Entwicklers ging in dieser Woche online, kommt bei der Zielgruppe jedoch bei weitem nicht so gut an, wie erhofft.
„Aufbruch Bayern – Das Spiel“ erinnert im weitesten Sinne an ein Adventure, zu dessen Beginn das Geschlecht der Spielfigur ausgewählt werden kann. Anschließend geht es mit diesem auf die Reise durch eine recht detailarme Welt, in der der Spieler immer wieder auf eine sexy Version der Bavaria trifft. Die in Blau-Weiß gehüllte Blondine wartet in regelmäßigen Abständen mit Fragen zum Freistaat auf, die es richtig zu beantworten gilt. Des weiteren offeriert Bavaria Infos rund um Bayern, die teilweise jedoch nur als wohlwollende Prognosen, denn als handfeste Details auszulegen sind. So ist beispielsweise die Angabe, dass das dritte Kindergartenjahr in Bayern kostenfrei sei, nur bedingt richtig.
Das Spielprinzip sowie die Idee eine Zukunftskampagne als Online-Spiel zu vermarkten kommt aber vor allem bei der Zielgruppe nicht so gut an wie erhofft. So erntet das Projekt in zahlreichen Internet-Foren nur Spott und wird als „peinlich“ oder gar „billig“ bezeichnet.
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