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Auf des Messers Schneide: Die Blade-Systeme von HP, Dell und Sun im Test

20.06.2007 | 14:46 Uhr |

Die drei Blade-Systeme von HP, Dell und Sun trennte in der Gesamtbeurteilung nur ein hauchdünner Unterschied. Tatsache ist aber, dass die aktuellen Produkte deutlich besser sind als ihre jeweiligen Vorgänger.

Von Kriemhilde Klippstädter

Für den Test der drei Blade-Server verwendete Paul Venezia von der CW-Schwesterpublikation "Infoworld" die Spechpc Benchmarking Suite. Zusätzlich untersuchte er die mitgelieferten Verwaltungswerkzeuge. Der Tester nahm sich für jeden der drei Rechner "Dell Poweredge 1955 Blade System", "HP Blade System c-Class" und "Sun Blade 8000 Modular System" einen ganzen Tag Zeit, um die Funktionen zu prüfen. Die Hersteller hatten allerdings im Vorfeld eine Frist von mehr als vier Wochen für die Optimierung der Geräte und die Installierung von zusätzlichen Programmen. Dabei waren die Lieferanten frei in der Konfigurierung von Server und Interconnect-Verbindung. Die einzige Einschränkung bestand darin, dass die Vorgaben des Benchmark eingehalten wurden, und die erlaubten nicht mehr als 16 CPU-Sockeln und 32 GB RAM je Maschine. Jeder CPU-Sockel durfte mit einem Dual- oder Quad-Core-Prozessor bestückt sein, und jeder Blade-Server konnte mit zwei bis vier CPUs arbeiten. Ansonsten sollten die Rechner so leistungsfähig wie möglich ausgestattet sein.

Harte Tests bestehen

Tester Venezia entschied sich dafür, die Geräte der Spechpc-Testreihe für High-Performance-Computing (hpc) zu unterziehen. Er wollte aber nicht nur die hpc-Fähigkeiten ermitteln, sondern erwartete, dass dieser Test Prozessoren, Hauptspeichern und Interconnect-Verbindungen genug Arbeitslast für eine genaue Überprüfung aufbürden würde.

Der Test, der im Advanced Networking Computing Lab der Universität of Hawaii stattfand, begann für Venezia mit einem Paukenschlag: "Im allerletzten Augenblick und nach Monaten der Vorbereitung schickte IBM seine Geräte nicht", beschreibt der Tester die Überraschung. Alle Versuche, Big Blues Rechner ins Testlabor zu bringen, schlugen fehl, und eine Begründung für das Versäumnis gab es auch nicht.

HP mit Intel und AMD

Die Tester nahmen sich als erstes HPs neues c-Class-System vor, das gegenüber dem Vorgängermodell hauptsächlich zwei Neuerungen aufwies: 2,5-Zoll-SAS- statt 3,5-Zoll-SCSI-Laufwerke und eine neue modulare Backplane mit einem Datendurchsatz von 5 Tbit/s. Daraus ergibt sich für HP der Vorteil, dass die neuen Blade-Server nur halb so groß sind wie ihre Vorgänger und 16 davon im 10U hohen c-Class-Chassis Platz finden. Für den Test benutzte HP Vorabversionen des "BL460c"-Servers, die mit Intels Quad-Core-Xeon-CPUs bestückt waren. Diese Prozessoren enthalten einen L2-Cache-Speicher mit 4 MB, sind auf 1,866 Gigahertz getaktet, verfügen über einen auf 1 Gigahertz getakteten Front-Side-Bus und 4 GB Hauptspeicher pro Prozessorsockel.

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