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Auf IT-Arbeitsmarkt fehlen Entwickler

09.07.2006 | 13:38 Uhr |

Die Anzahl der ausgeschriebenen IT-Jobs stieg im ersten Halbjahr 2006 im Vergleich zum Vorjahr um ungefähr 25 Prozent an. Softwarehäuser und Beratungsfirmen haben großen Bedarf an personeller Verstärkung. Besonders in Ostdeutschland ist Wachstum von freien Stellen beachtlich.

Laut einem Bericht der Computerwoche verzeichnet der IT-Arbeitsmarkt einen starken Aufwärtstrend. Wurden im ersten Halbjahr 2005 noch 10.204 Stellen ausgeschrieben, sind es in diesem Halbjahr bereits 12.412. Die Grundlage für diese Daten lieferte eine aktuelle Analyse des Personaldienstleisters Adecco , in der die Stellenangebote von 40 Tageszeitungen und der Computerwoche ausgewertet wurden.

Der größte Anteil der Jobangebote fällt auf Beratungs- und Softwarehäuser, die mit 3477 etwa ein Drittel der Stellen anbieten. Am stärksten zugelegt haben Zeitarbeitsfirmen, die im ersten Halbjahr 06 fast doppelt so viele Stellen anbieten konnten. Branchenübergreifend verzeichneten jedoch die Personaldienstleister mit 80 Prozent den größten Zuwachs an freien Arbeitsplätzen, dicht gefolgt von den Konstruktionsbüros, die ungefähr doppelt so viele Stellen ausschrieben wie noch im Vorjahr.

Generell lässt sich sagen, dass in fast allen Branchen mehr IT-Jobs angeboten wurden als im Vorjahr. Rückläufig sind nur die Stellenausschreibungen der Telekommunkations- und Finanzdienstleistungsbranche. Am stärksten gefragt sind Entwickler: So wurden allein 2896 Anwendungsentwickler gesucht, etwa ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch Internetspezialisten, Verkäufer, Datenbank-, System- und Netzspezialisten sind nun gefragter. Die Angebote für Organisatoren, Koordinatoren und Mitarbeiter von Rechenzentren sind jedoch zurückgegangen.

Auch die regionale Verteilung der IT-Stellen hat sich verändert. An der Spitze stehen Bayern und Baden-Württemberg. Berlin konnte erstmals auf Platz drei vorrücken. Somit liegt die Hauptstadt nun vor Hessen und Nordrhein-Westfalen. Auch der Osten der Republik verzeichnet mit 40 Prozent ein beachtliches Wachstum von freien IT-Jobs.

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