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Audi ruft 70.000 Autos wegen Bremsenproblem zurück (Update)

01.09.2014 | 12:00 Uhr |

Der neueste Rückruf der Auto-Branche kommt dieses Mal nicht von General Motors, sondern von Audi. Die Ingolstädter rufen 70.000 Fahrzeuge wegen eines Bremsenproblems in die Werkstätten zurück. Update: Audi erklärt einige technische Details zu dem Problem und dessen Behebung.

Der Automobil-Hersteller Audi ruft nach Medienberichten insgesamt 70.000 Fahrzeuge in die Werkstätten zurück. Betroffen sind die Modelle A4, A5, A6, A7, Q5 und das besonders schwergewichtige SUV Q7. Allerdings nur solche Exemplare der besagten Baureihen, die zwischen März und Dezember 2012 produziert wurden und über den Drei-Liter-Dieselmotor verfügen.

770.262 Auto-Besitzer bekamen 2013 einen Rückruf in die Werkstatt

Der Grund für den Rückruf dürften den Besitzern dieser durchwegs preislich höher bis sehr hoch angesiedelten Premiumfahrzeuge heftig auf den Magen schlagen: Es gibt ausgerechnet bei diesen PS-starken Fahrzeugen ein Problem mit dem Bremssystem.
Konkret ist es der Bremskraftverstärker, der Sorgen bereitet. Der Fehler könne Audi zufolge dazu führen, dass etwas Öl in den Bremskraftverstärker eindringt. Sollte das der Fall sein, so könne laut Audi der Fahrer zwar noch bremsen, der Fahrer müsse aber deutlich kräftiger auf das Bremspedal treten. So wie es vor Jahrzehnten bei Fahrzeugen ohne eingebauten Bremskraftverstärker generell Usus war.

Audi versichert, dass die betroffenen Kunden ihr Fahrzeug bis zur Reparatur weiter fahren können. Anders als im Falle des Porsche 911-GT3-Rückrufs bittet der Hersteller also nicht darum, das Fahrzeug nicht mehr zu benutzen. Porsche hat damals allerdings alle betroffenen Fahrzeuge sogar auf eigene Kosten zurückholen lassen.

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Die Reparatur in den Audi-Werkstätten dauere eine halbe Stunde. Die Reparatur ist kostenlos.

Übrigens hat auch Porsche vor einigen Wochen einen Rückruf wegen Problemen mit dem Bremskraftverstärker durchgeführt. Betroffen war damals das noch neue kleine SUV Macan.

Update 1. September 2014: Stellungnahme von Audi

Josef Schloßmacher, Koordinator Kommunikation Produkt/Technologie bei Audi, antwortete auf unsere Nachfrage folgendermaßen: "Bei Audi Modellen mit 3.0-Liter-TDI-Motor der 2. Generation kann es zu einem Ausfall der Bremskraftunterstützung kommen. Betroffen können Autos sein, die zwischen März 2012 und Dezember 2012 gebaut worden sind. Im ungünstigsten Fall kann eine geringe Menge Motoröl durch die Unterdruckleitungen in den Bremskraftverstärker gelangen und dessen Funktion beeinträchtigen. Das Fahrzeug kann in diesem Fall weiterhin gebremst werden, dies erfordert jedoch einen deutlich stärkeren Druck auf das Bremspedal. Aus Sicherheitsgründen ist ein Einbau einer Unterdruckleitung mit Rückschlagventil erforderlich. Die Maßnahme dauert etwa eine halbe Stunde und ist kostenlos. Bis zur Instandsetzung können die Autos weiter genutzt werden."

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