Auto & Technik auf PC-WELT

Audio- oder Multimedia-Systeme, Navis, eCall und mehr: Die Elektronik in modernen Autos wird immer ausgefeilter. Wir testen die Multimedia- und Multifunktionssysteme von Audi, BMW, Mercedes, Toyota und vielen Herstellern mehr.

2004326

Audi jagt Rennwagen ohne Fahrer über den Hockenheim

09.10.2014 | 11:43 Uhr |

Auf dem berühmten Hockenheimring gibt es am 19. Oktober eine Premiere: Dann rast nämlich ein Audi RS 7 Sportback mit bis zu 240 km/h über die Rennstrecke. Vollautomatisch, es befindet sich kein Mensch im Wagen. Nur der Computer lenkt, bremst und gibt Gas.

Das pilotierte oder hochautomatisierte Fahren – der genaue Begriff variiert je Automobil-Hersteller – ist das nächste große Ding, an dem vor allem die deutschen Premium-Hersteller forschen. Neben Mercedes-Benz, das mit seiner Bertha-Benz-Gedächtnisfahrt für Furore sorgte, und BMW, das regelmäßig auf der A9 und der A92 vollautomatisiert Fahrzeuge fahren lässt, und natürlich Google versucht sich auch Audi als Vorreiter beim Fahren mit dem Computer als Fahrerersatz zu profilieren. Und nutzt jetzt das Saisonfinale der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) in Hockenheim für einen spektakulären Auftritt.

Denn zu dieser Gelegenheit am 19. Oktober will Audi auf dem Hockenheimring „das sportlichste pilotiert fahrende Auto der Welt“ zeigen. Dabei handelt es sich um das „Audi RS 7 piloted driving concept“. Der Sportwagen soll fahrerlos die Rennstrecke meistern – und zwar im Renntempo. Dafür hat Audi seine neuesten Entwicklungen in Sachen pilotiertes Fahren an Bord gepackt.

Diese Demonstration mit dem autonom fahrenden RS 7 ist insofern bemerkenswert, weil sonst immer ein speziell geschulter Fahrer beziehungsweise ein Ingenieur zur Sicherheit hinter dem Lenkrad sitzt und passiv mitfährt. Er kann zur Not ins Lenkrad greifen oder auf die Bremse treten, falls der Computer versagen sollte. Das ist bei der Vorführung auf dem Hockenheimring jedoch nicht der Fall, hier ist tatsächlich kein Mensch im Rennwagen. Audi betonte auf unsere Nachfrage jedoch, dass die Rennstrecke hinreichend abgesichert sei und man die Möglichkeit für einen Fernzugriff habe.

Erstes Google-Auto vorgestellt - ohne Pedale und Lenkrad

Der Technologieträger soll damit „hochpräzise und millimetergenau am physikalischen Limit fahren“, wie Audi verspricht. Dabei soll der RS 7 in etwa so schnell wie mit einem Profi-Rennfahrer am Steuer sein. Die bisherigen Tests lassen Audi zufolge eine Rundenzeit von knapp über zwei Minuten auf dem Grand-Prix-Kurs erwarten, auf dieser Strecke soll der Technikträger bis zu 240 km/h erreichen.

Mercedes-Benz-Limousinen fahren autonom durch Kalifornien

Video: BMW zeigt fahrerloses Auto

 
 

0 Kommentare zu diesem Artikel
2004326