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Audi will mit Ampel-Auto-Vernetzung Sprit sparen

10.06.2015 | 15:02 Uhr |

Audi will vernetzte Städte. Damit Autos aufgrund der Ampel-Daten die optimale Geschwindigkeit für eine grüne Welle fahren und Autos durch das pilotierte Parken Platz in den Innenstädten sparen.

Auf der CES in Shanghai skizzierten Entwickler und Entscheider von Audi im Gespräch mit uns ihre Vorstellungen vom Straßenverkehr der Zukunft, zu dem auch der Stau-Pilot gehört. Dabei spielt unter anderem die Datenübertragung von Verkehrsampeln zu den Autos eine wichtige Rolle. So könnten alle Ampeln ihren Anzeige-Status (rot, gelb oder grün) und die Dauer der jeweiligen Ampel-Phase in Echtzeit an Audi-Server melden und dieser diese Daten an die via Audi Connect verbundenen Fahrzeuge weitergeben. In den Audis könnten die Ampeldaten dann für eine möglichst genaue Navigation verwendet werden mit dem Ziel einer möglichst langen Grün-Phase.

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Audi-Chef Rupert Stadler hat jetzt in einer Rede zum Wirtschaftstag des Wirtschaftsrates der Union noch einmal in das gleiche Horn gestoßen. Stadler forderte dabei die „konsequente Digitalisierung städtischer Infrastruktur“. Und weiter: „Städte müssten ebenso intelligent werden wie die Autos von morgen. 75 Prozent der Infrastruktur des Jahres 2050 sind heute noch nicht gebaut. Das ist eine große Chance für einheitliche Standards im Betriebssystem der Stadt der Zukunft“, so Stadler.

Als Beispiel nennt Stadler eben die bereits oben erwähnte Technologie Ampelinfo online, mit der ein Audi die optimale Geschwindigkeit für die „grüne Welle“ errechnet: „Wären alle Ampeln in Deutschland bereits vernetzt, könnten wir im Jahr 900 Millionen Liter Kraftstoff sparen. Das entspricht mehr als zwei Millionen Tonnen weniger an CO 2 .“ Das sagt zumindest Stadler.

Ähnlich verhält es sich mit dem pilotierten Parken, bei dem Autofahrer vor dem Parkhaus aussteigen: „Die benötigte Fläche im Parkhaus schrumpft um ein Drittel, weil Sie keinen Platz zum Ein- und Aussteigen einplanen müssen. Dadurch gewinnt die Stadt Raum zurück, zum Beispiel für Parks“, meint Stadler.

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