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Audi sucht das beste pilotiert fahrende Modellauto für 10.000 Euro

11.03.2015 | 11:10 Uhr |

Audi Autonomous Driving Cup: Audi veranstaltet einen Wettbewerb zum pilotierten Fahren. Aber nicht mit richtigen PKWs, sondern mit Modell-Autos. Mit 10.000 Euro Preisgeld.

Audi gehört zusammen mit BMW, Mercedes-Benz und Volvo zu den Vorreitern bei der Forschung zum pilotierten beziehungsweise (teil)-autonomen Fahren. Dazu passend veranstaltet Audi den Audi Autonomous Driving Cup. Hierbei ringen zehn Studenten-Teams um das beste pilotiert fahrende Modell-Auto. Die Hardware – Audi Q5-Modelle im Maßstab 1:8 – stellt Audi, die Software entwickeln die jungen Tüftler.

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Audi veranstaltet den Driving Cup zum ersten Mal und wendet sich damit vorrangig an Studenten aus den Fachrichtungen Informatik, Elektrotechnik und Maschinenbau. Am 26. und 27. März 2015 treten zehn Teams im Audi Museum Mobile in einem öffentlichen Event gegeneinander an. „In unserem Wettbewerbs-Parcours stellen wir die Software der jungen Experten auf den Prüfstand. Gegen- und Kreuzungsverkehr, schwierige Einparksituationen und plötzlich auftauchende Hindernisse werden ihre Programmiergenauigkeit unter Beweis stellen“, sagt Björn Giesler, einer der Organisatoren des Wettbewerbs.

Audi sucht das beste pilotiert fahrende Modellauto für 10.000 Euro
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© Audi

Ein Elektromotor beschleunigt die allradgetriebenen Modellautos auf bis zu 40 km/h. Für den Wettbewerb entwickeln die Studenten aufbauend auf einer Basis‑Software eine eigene Softwarearchitektur, die Sensordaten verarbeitet, daraufhin die Situation interpretiert und das Auto entsprechend steuert, wie Audi erläutert.

Ziel der Studenten-Teams ist es Audi zufolge, möglichst fehlerfrei und schnell durch den Parcours zu kommen. Unfälle, Zeitverlust und Ungenauigkeit in der Ausführung führen zu Punktabzug. Wer am Ende die meisten Punkte erzielt, gewinnt 10.000 Euro. Der Zweitplatzierte erhält 5.000 Euro, der Drittplatzierte 1.000 Euro.

Die Modellautos ähneln ihren großen Vorbildern nicht nur optisch: Die Entwicklungsumgebung der verwendeten Software wird 1:1 in der Erprobung von Fahrerassistenzsystemen eingesetzt. Und auch die Herausforderungen seien teilweise den Automobilen in der Serienentwicklung sehr ähnlich, sagt Giesler. „Die Messsensoren der Kleinen müssen genauso präzise funktionieren wie die ihrer großen Brüder. Wir sind gespannt, welche innovativen Lösungen die Studenten entwickeln werden.“

Dieser Modell-Auto-Wettbewerb von Audi verfolgt letztendlich den gleichen Zweck wie ein Programmierwettbewerb der Audi-Mutter Volkswagen: nämlich IT-Nachwuchs zu gewinnen.
 

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