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Audi lunar quattro: Audi fliegt zum Mond

25.06.2015 | 12:58 Uhr |

Audi entwickelt zusammen mit dem deutschen Team der „Part-Time Scientists“ einen Mond-Roboter. Dieser Audi lunar quattro soll im Jahr 2017 auf dem Mond landen.

Audi beteiligt sich zusammen mit dem deutschen Team der „Part-Time Scientists“ an einer Mond-Expedition. 45 Jahre nach der letzten bemannten NASA-Mondmission haben sich die Kooperationspartner das damalige Landegebiet von Apollo 17 als Zielmarke gesetzt. Dort soll der Audi lunar quattro landen.

Google Lunar Xprize: Darum geht es

Der mit mehr als 30 Millionen US-Dollar dotierte Google Lunar Xprize ist ein Raumfahrt‑Wettbewerb, der sich an Ingenieure und Unternehmer aus der ganzen Welt wendet. Um zu gewinnen, muss ein privates Team einen Rover auf den Mond bringen, der dort mindestens 500 Meter zurücklegt und hochaufgelöste Bilder und Videos zur Erde übermittelt.

Beim Google Lunar Xprize, der zunächst mit mehr als 25 Teams gestartet war, läuft derzeit die Finalrunde. Neben den deutschen „Part‑Time Scientists“ nehmen 15 weitere Teams aus Brasilien, Kanada, Chile, Ungarn, Japan, Israel, Italien, Malaysia und den USA teil.

Deutsches Team: Part-Time Scientists

Part-Time Scientists ist das einzige deutsche Team bei Google Lunar Xprize. Im bisherigen Verlauf des Wettbewerbs ist das Mondfahrzeug der Forschergruppe bereits von einer Jury aus Raumfahrtexperten mit zwei sogenannten Milestone Prizes ausgezeichnet worden, wie Audi stolz mitteilt.

Mars Rover entdeckt Pyramide auf dem Mars

Part‑Time Scientists entstand Ende 2008 auf Initiative von Robert Böhme, der als IT‑Berater in Berlin arbeitet. Die Mehrzahl der momentan etwa 35 Ingenieure kommt aus Deutschland und Österreich. Experten aus drei Kontinenten, darunter der ehemals leitende NASA‑Mitarbeiter Jack Crenshaw aus Florida, verstärken das Team.

Audis Beitrag zum Audi lunar quattro

Audi unterstützt Part-Time Scientists mit seinem Know-how bei der Optimierung des Rovers der Part‑Time Scientists – vom Quattro-Allradantrieb über Leichtbau und Elektromobilität bis zum pilotierten Fahren. Auch beim Testen, Erproben und Absichern der Qualität bietet Audi breit gelagerte Zusammenarbeit an. Zudem überarbeitet das Audi Konzept Design München den Rover, der künftig „Audi lunar quattro“ heißen wird, um ideale Leichtbau‑Bedingungen sicherzustellen.

Zu den Unterstützern der Gruppe gehören neben Audi zahlreiche Forschungseinrichtungen und Hightech‑Unternehmen, so etwa Nvidia, die Technische Universität Berlin, das Austrian Space Forum (OeWF) und das Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
 
Audi lunar quattro soll 2017 auf dem Mond landen

Die Landefähre mit dem Audi lunar quattro soll bis 2017 an Bord einer Trägerrakte ins All starten und mehr als 380.000 Kilometer bis zum Mond zurücklegen. Etwa fünf Tage soll die Reise dauern, wie Audi erklärt. Das Ziel‑Landegebiet liegt nördlich des Mond‑Äquators in der Nähe der Landestelle der letzten bemannten NASA‑Mondmission Apollo 17 im Jahr 1972. Hier gibt es Temperaturschwankungen von bis zu 300 Grad Celsius.

Technik des Audi lunar quattro

In verschiedenen Test‑Schleifen, die unter anderem in den österreichischen Alpen und auf Teneriffa stattfanden, haben die Part‑Time Scientists ihr Mondfahrzeug entwickelt, das in weiten Bereichen aus Aluminium besteht. Ein verstellbares Solarpanel fängt das Sonnenlicht auf und leitet es in eine Lithium‑Ionen‑Batterie. Sie speist vier E‑Radnabenmotoren. Ein Kopf an der Front des Fahrzeugs trägt zwei stereoskopische Kameras sowie eine wissenschaftliche Kamera zur Materialuntersuchung. Die theoretische Höchstgeschwindigkeit beträgt 3,6 km/h – viel wichtiger auf der holprigen Mond‑Oberfläche sind jedoch die Offroad‑Eigenschaften und die Fähigkeit zur sicheren Orientierung, wie Audi erläutert.

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