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Audi entwickelt neues Zentralsteuergerät für das pilotierte Fahren

31.03.2015 | 16:18 Uhr |

ZFAS heißt das neue zentrale Fahrerassistenzsteuergerät von Audi, das alle Sensorinformationen erfasst und mit den daraus gewonnenen Daten alle Assistenzsysteme des Fahrzeugs versorgt. Der Serieneinsatz ist innerhalb der nächsten zwei Jahre geplant.

Das Herzstück künftiger Systeme für das pilotierte Fahren, die Audi entwickelt, ist das zentrale Fahrerassistenzsteuergerät, kurz zFAS genannt. Diese mit Hochleistungsprozessoren bestückte Recheneinheit soll Audi zufolge innerhalb der nächsten zwei Jahre Schritt für Schritt in die Modellpalette einziehen und ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu neuen automatisierten Fahrfunktionen sein.

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Audi hat zusammen mit Spezialisten von TTTech, Mobileye, nVidia und Delphi die unterschiedlichen Soft- und Hardwarebausteine gemeinsam entwickelt. Audi hat Delphi als zukünftigen System­lieferanten für das zFAS‑Elektronikboard ausgewählt. Der Automobil-Zulieferer Delphi übernimmt also die Serienfertigung. Delphi hatte vor einigen Jahren Negativschlagzeilen wegen defekter Injektoren für den weit verbreiteten Motor OM651 von Mercedes-Benz geschrieben.

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Im zFAS läuft eine Vielzahl unterschiedlicher Sensorinformationen zusammen. Daraus errechnet die Recheneinheit blitzschnell ein vollständiges Modell der Fahrzeugumgebung und stellt diese Informationen allen Assistenzsystemen zur Verfügung. Damit ist es die zentrale Schnittstelle für alle Funktionen des pilotierten Fahrens (der Begriff "pilotiertes Fahren" entspricht dem "hoch- oder vollautomatisierten Fahren" bei BMW).

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Bisher erfolgt das Management der Fahrerassistenzsysteme meist in räumlich voneinander getrennten Steuergeräten, wie Audi ausführt. Als laut eigenen Angaben erster Automobilhersteller realisiert Audi es künftig in einer zentralen Domänenarchitektur. In einem gesamthaften Ansatz hat Audi das Funktionsportfolio, die erforderliche Sensorik, die Elektronikhardware und die Architektur der Software zu einem Zentralsystem zusammengeführt. Dabei galt vor allem dem Sicherheitskonzept von Beginn an die volle Aufmerksamkeit.

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Für eine kompakte Bauweise und gleichzeitig hohe Rechenleistung sind leistungsfähige Elektronikbausteine Grundvoraussetzung. Das zFAS‑Board nutzt sowohl den Mobilprozessor EyeQ3 von Mobileye als auch den neuen Tegra K1 von nVidia. Die so erzielte Rechenleistung entspricht laut Audi der kompletten Elektronikarchitektur eines gut ausgestatteten Mittelklasseautos. Durch den hohen Integrationsgrad hat das neue Board gerade noch die Größe eines Tablet‑PCs. Durch sein modulares Konzept ist das zFAS flexibel skalierbar und dadurch in jeder Hinsicht zukunftsfähig, wie die Ingolstädter versichern.

Auch bei den Sensoren und Stellelementen, wie beispielsweise Brems- und Lenksystemen, arbeitet Audi mit führenden Lieferanten, wie Bosch, Continental, Valeo oder Delphi zusammen. Ziel ist es, gemeinsame Standards zu entwickeln und den Kunden auf dem Weg zum vollautomatisierten Fahren moderne Fahrerassistenzsysteme für mehr Sicherheit und Komfort anzubieten.

In naher Zukunft werden im Zusammenspiel mit Audi connect die pilotiert fahrenden Autos von Audi zusätzlich fähig sein, während der Fahrt permanent zu lernen. Über das Mobilfunknetz – wo verfügbar, via LTE – fließen die Daten, die das zFAS‑Board errechnet, zu einem IT‑Backend in der Cloud. Dieses bereitet sie mit Algorithmen des Machine Learning und der künstlichen Intelligenz auf und sendet die Daten ins Auto zurück. Auf diese Weise baut das zFAS‑Board permanent seine Leistungsfähigkeit aus, um selbst komplexe Situationen immer besser zu beherrschen - das sagte zumindest Audi. So sollen die pilotiert fahrenden Autos von Audi jeden Tag und mit jeder neuen Situation, die sie durchlaufen, dazu lernen. 

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