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Here: Neuer Aufsichtsrat nicht nur mit Audi-, BMW- und Daimler-Vertretern

13.05.2016 | 10:56 Uhr |

Audi, BMW und Daimler haben den Aufsichtsrat von Here neu besetzt. Dabei kamen nicht nur Vertreter der drei deutschen Automobil-Hersteller zum Zuge.

Update 13.5.2016: Neuer Aufsichtsrat für Here

Audi, BMW und Daimler haben den Aufsichtsrat von Here neu besetzt. Im neu eingerichteten Aufsichtsrat sitzen sowohl Vertreter der Anteilseigner von Here - also Audi, BMW und Daimler - als auch Industrievertreter, die nicht zu den drei deutschen Automobil-Herstellern gehören.

Den Aufsichtsrat der Here International B.V. bilden:

* Rudi Lamprecht, Vorstandsvorsitzender der EWC East-West-Connect GmbH und der Duagon AG, Vorstandsmitglied von AO.com und von Fujitsu Technology Solutions sowie ehemaliges Vorstandsmitglied der Siemens AG mit Erfahrung in der Telekommunikations- und Informationstechnologiebranche.
* Uri Levine, Mitbegründer und ehemaliger Präsident von Waze. Levine ist derzeit Vorstandsvorsitzender von Engie, Fairfly und Zeek. Daneben ist er Gründer und Vorstandsvorsitzender von Feex sowie Aufsichtsratsmitglied von Roomer und Moovit.
* Klaus Fröhlich, Vorstandsmitglied der BMW AG, Entwicklung.
* Prof. Rupert Stadler, Vorstandsvorsitzender der Audi AG.
* Prof. Dr. Thomas Weber, Vorstandsmitglied der Daimler AG, verantwortlich für Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung.

Der neue Aufsichtsrats-Vorsitzender soll innerhalb der kommenden Wochen ernannt werden.

Update 26.2.: Edzard Overbeek neuer CEO von Here

AUDI AG, BMW Group und die Daimler AG haben Edzard Overbeek zum neuen CEO von Here gemacht. Ab dem 1. März 2016 wird er die Führung des Unternehmens übernehmen.

Edzard Overbeek ist derzeit als strategischer Berater für Cisco tätig. Seit 2000 übernahm er dort verschiedene Managementaufgaben. Zuletzt war er für die Global Services-Organisation mit über 12 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr und 15.000 Mitarbeitern verantwortlich. Davor war er als Präsident für Cisco in den Regionen Asien-Pazifik, Japan und China tätig. Hier hat er sowohl die Strategie und das Tagesgeschäft über alle Kundensegmente hinweg als auch das strategische Partnerprogramm verantwortet. Vor seiner Zeit bei Cisco hatte er Führungsaufgaben bei Unternehmen wie Fujitsu und Siemens.

Update 16.2.2016: Sean Fernback muss gehen

Das Aufräumen geht weiter. Die neuen Eigentümer von Nokia Here, nämlich Audi, BMW und Daimler, haben Sean Fernback entlassen.
Er war seit Januar 2014 der Chef (President) von Nokia Here. Die Automobilwoche zitiert einen Sprecher von Nokia Here folgendermaßen: "Sean Fernback trägt keine operative Verantwortung mehr für Here." Diese Formulierung lässt zwar offen, ob Fernback von sich aus ging oder entlassen wurde. Doch angesichts der deutlichen Ankündigung der neuen Eigentümer (siehe unten) dürfte es sich um eine Entlassung handeln, die nach außen hin so dargestellt wird, dass alle Beteiligten ihr Gesicht wahren können.

Ende des Updates, Beginn der ursprünglichen Meldung:

Nach der Übernahme des Karten- und Navigationsdienstes Here von Nokia durch Audi, BMW und Daimler krempeln die neuen Chefs das ehemalige Nokia-Unternehmen gründlich um.

Wie das Handelsblatt berichtet wollen die deutschen Auto-Konzerne das Management von Here, das einst aus Navteq, Ovi Maps und Nokia Maps hervorgegangen ist, austauschen. Auch der Posten des CEO von Here stehe zur Diskussion. Das teilte Daimler-Entwicklungschef Thomas Weber auf der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas mit. Der bisherige Here-Vorstand Ogi Redzic hat Here bereits Richtung Renault-Nissan verlassen. Redzic war für den Bereich vernetztes Fahren zuständig.

Zudem wollen Audi, BMW und Daimler weitere Investoren für Here gewinnen und gleichzeitig ihre eigenen Anteile an Here reduzieren. Bisher haltend die drei deutschen Premium-Hersteller jeweils ein Drittel an Here. Der Volkswagenkonzern ist über sein Tochterunternehmen Audi ebenfalls an Here beteiligt.

Here arbeitet demnach bereits an Partnerschaften für seine Datendienste. Letztendlich soll aus Here ein offener Standard für den Daten-Austausch zwischen Fahrzeugen werden, den auch andere Unternehmen nutzen dürfen und sollen.

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