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Auch Google, SWIFT und Erdöl-Firma ausspioniert

09.09.2013 | 15:27 Uhr |

Und schon wieder neue Enthüllungen von den NSA-Aktivitäten. Dokumenten von Edward Snowden zufolge sollen die USA reges Interesse unter anderem am Erdöl vor Brasiliens Küste haben. Der Direktor der NIA streitet wirtschaftliche Interessen aber ab.

Die NSA ist in die Infrastruktur von Google und SWIFT (zuständig für länderübergreifende Finanztransaktionen) eingedrungen. Das will der brasilianische Fernsehsender Globo in Zusammenarbeit mit dem Journalisten Glen Greenwald nach Sichtung neuer Edward-Snowden-Dokumente herausgefunden haben. In den Dokumenten habe es den Anschein, dass Google eher ein Opfer als ein Kollaborateur der NSA sei, berichtet Globo. Auf der Liste der NSA-Bespitzelten stünde auch Petrobas, ein brasilianischer Erdöl-Gigant. Den Dokumenten zufolge mache die NSA auch nicht vor französischen Diplomaten halt - sie habe Zugang zu einem nicht-öffentlichen Netzwerk des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten erlangt.

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Einige der Ausspionierten haben die Journalisten jedoch geschwärzt, angeblich um keine Anti-Terror-Operationen zu gefährden. Man wolle die nationale Sicherheit der USA nicht aufs Spiel setzen, verteidigt Greenwald diese Entscheidung. Er wolle nur Spionage-Aktivitäten gegen Unschuldige anprangern, die nichts mit Terrorismus zu tun haben.

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Kurz nach den Enthüllungen hat der Director of National Intelligence, James R. Clapper, eine Stellungnahme veröffentlicht. Darin gibt er zu, dass man auch ökonomische und finanzielle Daten sammele. Dies geschehe, um die USA und ihre Verbündeten beispielsweise rechtzeitig vor einer Finanzkrise warnen zu können. Man könne mit diesen Daten auch Leben retten, etwa wenn es die Finanzierungs-Infos eines Terrornetzwerkes seien. In keinem Fall, versichert der Direktor, nutze man die Daten, um den USA wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen. Man gebe die Daten außerdem nicht an US-Firmen weiter.

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