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Auch Apple, Google und Yahoo behalten sich Recht vor, Nutzer-Emails zu lesen

24.03.2014 | 19:05 Uhr |

Neben Microsoft behalten sich auch Apple, Google und Yahoo das Recht vor, die Emails ihrer Nutzer zu lesen. In den AGBs der drei Unternehmen finden sich entsprechende Klauseln.

In der vergangenen Woche sorgte Microsoft für Schlagzeilen. Wie ein Bericht von CNN enthüllte, hatte sich der Konzern ohne Gerichtsbeschluss in den Hotmail-Account eines Journalisten eingeklinkt, um den Leak firmeneigener Software zu stoppen. Laut dem Unternehmen habe man in diesem speziellen Fall zu außerordentlichen Mitteln greifen müssen. Die Software hätte es Hackern ermöglicht, Sicherheitslücken ausfindig zu machen und damit Kunden zu gefährden. Microsoft sieht sich bei der Aktion im Recht und behält sich vor, in speziellen Fällen auf die privaten Emails seiner Nutzer zuzugreifen.

Microsoft ist nicht das einzige Unternehmen, was sich in Notfällen einen entsprechenden Zugriff erlaubt. Laut der britischen Zeitung The Guardian , finden sich auch in den AGBs von Apple, Google und Yahoo ähnliche Klauseln. So erklären sich Yahoo-Nutzer ebenfalls damit einverstanden, dass der Konzern ihre Post liest, um die Rechte des Unternehmens zu wahren.

Bei Google und Apple finden sich Absätze mit ähnlichem Wortlaut. So stimmen Nutzer auch hier zu, dass die Konzerne auf ihre Accounts zugreifen, wenn dies zwingend erforderlich ist und die Interessen von Google und Apple in Gefahr sind. Laut Sicherheitsexperten, ist dieses Vorgehen leider legal, da Mitglieder diesem Prozedere zustimmen, wenn sie sich einen entsprechenden Account anlegen. Weder Apple, noch Google oder Yahoo wollten eine offizielle Stellungnahme dazu abgeben.

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