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Auch in China: Internetfirmen in der Krise

19.02.2001 | 16:04 Uhr |

Nicht nur in den USA und in Europa müssen viele Internetfirmen aufgeben, auch China ist davon betroffen. Nun hat die führende Website Chinas ihre Dienste eingestellt.

Das weltweite Sterben junger Internetfirmen erfasst offenbar auch Chinas Internetbranche (wir berichteten). Eine der führenden Website des Landes, Renren.com, habe ihre Tätigkeit offenbar vorübergehend eingestellt und werde voraussichtlich in einem Monat schließen, berichtete die Zeitung "Shanghai Daily" am Montag.

Mitarbeiter von Renren.com hätten bestätigt, bereits über die Schließung informiert worden zu sein. Angesichts ausbleibender Gewinne hatten in den vergangenen Monaten schon einige Internetfirmen Chinas einen großen Teil ihrer Angestellten entlassen.

Die Zahl der Internetnutzer in China ist zwar auf 22,5 Millionen gewachsen und zeigt weiter deutlich steigende Tendenz. Doch haben sich die hohen Gewinnerwartungen der jungen chinesischen Internetbranche nicht erfüllt.

Der Handel mit den Aktien von Renren.com an der Börse in Hongkong war dem Zeitungsbericht zufolge bereits in der vergangenen Woche ausgesetzt worden. Als Grund wurde die bevorstehende Übernahme eines großen Aktienpakets an einen noch nicht genannten Käufer angegeben.

Heute morgen war renren.com jedoch noch erreichbar. Wir konnten auch keinen offensichtlichen Hinweis auf die Einstellung der Seite finden. (PC-WELT, 19.02.2001, dpa/ hc)

www.renren.com

Internetchaos in China (PC WELT Online, 09.02.2001)

Kampf den Handys (PC-WELT Online, 19.12.2000)

China schützt geistiges Eigentum (PC-WELT Online, 05.12.2000)

China baut Zensurmaßnahmen aus (PC-WELT Online, 07.11.2000)

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