Asustek

Intel liefert zu wenige Notebook-Prozessoren

Dienstag den 30.10.2007 um 14:08 Uhr

von Markus Pilzweger

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Die steigende Nachfrage nach mobilen Rechnern führt bei den Herstellern mittlerweile offenbar auch zu Problemen bei der Produktion. Asustek etwa bemängelt, dass Intel zu wenige Notebook-Prozessoren liefern würde. Dennoch sei man froh, ein so gutes Verhältnis zu dem Prozessorgiganten zu pflegen.
Notebooks bestehen aus einer Vielzahl an Einzelteilen, manche davon sind auf Grund der steigenden Nachfrage mittlerweile nur noch schwer in ausreichender Stückzahl zu bekommen. Unverzichtbar sind etwa die CPUs. Und gerade hier hat Asustek gegenüber Intel offenbar Grund zu Klage: "Der größte Mangel bei Notebook-Komponenten herrscht an CPUs, Intel-CPUs. Intel kann die Nachfrage nicht decken", so Jerry Shen, Präsident von Asustek bei einer Investoren-Konferenz in Taiwan. Noch sei das Problem allerdings nicht so akut, dass Asustek mit negativen Auswirkungen auf die geplanten Notebook-Absatzzahlen rechnen würde.

Doch CPUs sind nicht die einzigen Bauteile, die im Notebook-Sektor derzeit knapp sind. So hat die steigende Nachfrage dazu geführt, dass es auch bei kleinen LC-Bildschirmen und Notebook-Festplatten zu Engpässen kommt. Ebenfalls nicht zur Entschärfung der Situation beigetragen hat der weltweite Rückruf von rund 10 Millionen Sony-Notebook-Akkus, was auch in diesem Bereich zu Problemen bei der Deckung der Nachfrage geführt hat.

Ein Ende des Nachfrage-Booms ist derzeit nicht absehbar. Die Hersteller rechnen damit, dass die Notebook-Absätze im kommenden Jahr um weitere 30 Prozent steigen werden. Für die Hersteller bedeutet dies, dass sie nach dem Weihnachtsgeschäft und der darauf folgenden, etwas ruhigeren Zeit tunlichst ihre Hardware-Bestände aufstocken müssen. Trotz der Lieferengpässe ist man bei Asustek aber nicht sauer auf Intel, im Gegenteil: "Unser Verhältnis zu Intel ist gut, daher haben wir auch kein großes Problem. Wenn es nicht so gut wäre, könnten die Probleme durchaus größer sein", so Shen.

Asustek will in diesem Jahr zwischen 4,2 und 4,4 Millionen Notebooks (unter eigenem Namen) verkaufen. Darin nicht enthalten sind die neuen Billig-Notebooks Eee PCs . Hier peilt man für dieses Jahr bis zu 400.000 ausgelieferte Stück an.

Dienstag den 30.10.2007 um 14:08 Uhr

von Markus Pilzweger

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