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EEE-PC bekommt 10-Zoll-Display

21.04.2008 | 13:44 Uhr |

Noch warten viele Interessenten auf die Auslieferung ihres "Ur"-EEE PCs mit 7 Zoll-Display. Dessen Nachfolger EEE PC 900 mit 8,9-Zoll-LCD ist in Deutschland noch gar nicht erhältlich. Doch Asustek spricht bereits über das Nachfolgemodell des Nachfolgemodells - das sogar ein 10-Zoll-LCD besitzen soll.

Ein führender Manager von Asustek ließ heute die Katze aus dem Sack: Der EEE PC soll noch in diesem Jahr auch mit einem 10-Zoll-Display auf den Markt kommen. Diese Bildschirmgröße soll dann aber die absolute Obergrenze für den EEE PC markieren.

Asustek hat eine Produktübersicht zu seiner EEE PC-Familie im Internet veröffentlicht . Die dort aufgeführten Versionen des EEE PCs mit 7-Zoll und 8,9-Zoll-LCD sind entweder bereits erhältlich oder kommen demnächst in den Handel, wobei der neue EEE PC 900 mit 8,9-Zoll-Display bereits in Hongkong an den Start ging und auch sofort ausverkauft war . Das künftige 10-Zoll-Modell wird in dieser Tabelle allerdings noch nicht aufgeführt.

Asustek kommt mit dem 10-Zoll-Display einem vielfach geäußerten Kundenwunsch nach, wie das Unternehmen erklärte. Außerdem würden die Kunden eine etwas größere Tastatur und eine umfangreichere Software-Ausstattung wünschen, wie der taiwanische Hersteller noch verriet. Wenn der EEE PC aber immer mehr wächst, dann stellt sich die Frage nach der Abgrenzung zu herkömmlichen Sub-Notebooks. Das Unternehmen betonte deshalb, dass es einen 10-Zoll-Bildschirm als absolute Obergrenze für den EEE PC ansehe. Asustek würde nämlich alles, was über ein 12-Zoll-TFT oder über einen noch größeren Bildschirm verfüge, als klassisches (Sub)-Notebook ansehen.

Asustek erwartet, dass der neue EEE PC 900 mit dem größeren 8,9-Zoll-Display bereits im Juni 2008 - und damit kurz nach Markteinführung - rund die Hälfte aller Bestellungen für einen EEE PC ausmachen wird. Für die zweite Jahreshälfte 2008 rechnet Asustek mit 60 Prozent Marktanteil für den EEE PC 900.

Zum genauen Verkaufsstart und zum Preis des 10-Zoll-EEE-PCs wollte sich der Asustek-Manager nicht äußern. Er wird aber auf jeden Fall teuerer werden als seine Vorgängermodelle, zumal 10-Zoll-Displays in geringeren Stückzahlen als beispielsweise 12-Zöller gefertigt werden und deshalb die Produktionskosten pro Exemplar etwas höher ausfallen. Damit würde der Kostenvorteil des EEE PCs gegenüber herkömmlichen Linux-Notebooks allmählich verschwinden. So kann man bei diversen Online-Händlern bereits jetzt Linux-Notebooks mit 15,4-Zoll-Display und einer richtigen Tastatur für um die 400 Euro bekommen.

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