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Ask.com will Surfspuren verwischen

21.07.2007 | 15:21 Uhr |

Die Suchmaschine Ask.com will Ende des Jahres eine anonymisierte Surffunktion anbieten. Diese soll die Aufzeichnung von Suchergebnissen und IP-Adressen verhindern.

Die Suchmaschine Ask.com , die sich in den USA und Großbritannien bereits etablieren konnte, will Ende des Jahres eine anonymisierte Suchfunktion anbieten. Dies meldet die Nachrichtenagentur PTE . Das Tool AskEraser soll verhindern, dass Suchergebnisse von der Suchmaschine aufgezeichnet und gespeichert werden. Eine Zuordnung dieser Daten zur eigenen IP-Adresse wird somit unmöglich. Damit wäre Ask.com die erste große Suchmaschine, die eine derartige anonyme Surffunktion zur Verfügung stellt. Andere Anbieter wie Google oder Yahoo setzen schon seit längerer Zeit auf Cookies, die Userpräferenzen speichern und den Computer bei Anfragen im Netz automatisch erkennen.

"Dass sogar Google jetzt beschlossen hat, den Speicherzeitraum bei Cookies von 30 auf zwei Jahre zu verkürzen, zeigt, wie wichtig das Thema Privatsphäre im Web geworden ist", erklärt Ajaz Ahmed, Erfinder des Alternativbrowsers Browzar . Das im September 2006 veröffentlichte Programm erfreut sich bereits großer Beliebtheit, da besuchte Seiten, Formulardaten und Cookies nicht im Cache gespeichert werden. Über Umwege war es anfangs jedoch auch bei Browzar möglich, Surfspuren auf dem Computer ausfindig zu machen: „In der aktuellen Version haben wir daher noch einmal nachgebessert. Die versteckte Datei index.dat, die bei der ersten Version noch Aufschluss über den Verlauf gab, ist jetzt verschwunden“, beruhigt Ahmed.

Eine Zusammenarbeit zwischen dem Suchmaschinenbetreiber Ask.com und dem anonymen Browser scheint sehr wahrscheinlich. Bereits jetzt ist Ask.com als Startseite in Browzar voreingestellt: „Angesichts der Dominanz von Google und anderer großer Mitbewerber, muss sich Ask.com über neue Funktionen und Features profilieren. Schließlich müssen die Leute einen guten Grund haben, damit sie von den etablierten Suchangeboten wechseln", ist der Browzar-Erfinder überzeugt.

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