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Asirra: Website-Zugangskontrolle mit Hunden und Katzen

07.03.2007 | 10:42 Uhr |

Viele Web-Seiten schützen spezielle Unterseiten, etwa Sites für Foren- oder Blog-Registrierungen, mit speziellen Eingabefeldern, in denen Anwender eine bestimmte Buchstabenfolge eingeben müssen. Diese Buchstaben werden verzerrt dargestellt und sollen sich so nicht von Bots erkennen lassen. Wesentlich einfacher geht es mit einem kostenlosen Tool von Microsoft, das sich mit Bildern aus der Tierwelt bedient.

Am Dienstag fand in Redmond die Veranstaltung Techfest 2007 statt. Dort präsentierte Microsoft interessierten Anwendern Projekte, an denen seine Mitarbeiter gerade arbeiten. Eines davon können Sie sogar bereits einsetzen: Asirra.

Bei diesem Projekt soll eine Software zur besseren Identifizierung von Besuchern einer Website entwickelt werden. Dabei geht es darum, Menschen von Bots zu unterscheiden. Denn immer wieder werden Foren, Blogs und andere Dienste von automatisierten Programmen gekapert, die sich über ungeschützte Registrierungsseiten anmelden und fortan die anderen Besucher mit Spam belästigen.

Damit Website-Betreiber sicher sein können, dass sich ein Mensch für einen bestimmten Dienst anmeldet, haben viele Angebote mittlerweile Eingabefelder integriert, bei denen eine bestimmte Buchstabenfolge eingetragen werden muss, um beispielsweise eine Foren-Registrierung abzuschließen. Die Buchstaben sind dabei verzerrt und sollen sich so nicht mehr von den Bots erkennen lassen. Solche Technologien werden häufig CAPTCHA (Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart) oder HIP (Human Interactive Proof) genannt. Mittlerweile können Bots jedoch auch verzerrte Buchstabenfolgen erkennen, ein Schutz ist somit nicht mehr gegeben. Und auch für Anwender ist ein solches System nicht immer ein Segen, denn stark verzerrte Buchstaben lassen die Zugangskontrolle schnell zu einem Ratespiel werden.

Microsoft hat diesbezüglich auf dem Techfest das Projekt Asirra vorgestellt, eine Zugangskontrolle basierend auf Tierbildern. Um zwischen Menschen und Bots zu unterscheiden, müssen Anwender in einer Liste mit 12 Bildern von Hunden und Katzen alle Stubentiger markieren. Die Bilddatenbank besteht dabei aus über zwei Millionen Tierfotos, die Microsoft dank einer Partnerschaft mit der Tiervermittlungs-Site petfinder.com verwenden kann.

Durch die Größe der Bilddatenbank sei dieses System sicherer als ähnliche Technologien wie "Pix Captcha" oder "Kittenauth", bei denen relativ wenige Bilder zum Einsatz kommen, so Microsoft. Denn je kleiner eine solche Datenbank ist, desto einfacher könnte ein Angreifer diese nachbauen und seine Bots entsprechend programmieren.

Das Projekt befindet sich noch in der Beta-Phase, interessierte Anwender können Asirra aber bereits jetzt in ihre Website integrieren. Das Kontrollsystem wird in Form eines Javascripts in die Website eingebunden. Laut Microsoft funktioniert das Ganze im Internet Explorer 6/7, Firefox 2, Safari und Opera 9. Weitere Informationen zur Integration des kostenlosen Dienstes finden Sie auf dieser Seite .

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