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Asien ist Spam-Weltmeister

31.05.2006 | 13:19 Uhr |

Wahrscheinlich kommt es bald zu einer Wachablösung bei den führenden Spam-Nationen. Denn China rückt immer näher an die Vereinigten Staaten von Amerika heran. Von dort aus kommen aber noch immer die meisten Spam-Mails. Bei den Kontinenten ist aber bereits jetzt Asien führend.

Die USA sind nach wie vor das Land, aus dem die meisten Spams versandt werden. Doch China rückt den Vereinigten Staaten immer mehr auf die Pelle.

Vergleicht man die Kontinente miteinander, so ist Asien als Ursprung für Spam-Mails führend. Damit haben sich die Gewichte deutlich verschoben: Vor zwei Jahren noch kam fast die Hälfte aller Spam-Mails weltweit allein aus den USA.

Im ersten Quartal 2006 registrierten die Experten des Sicherheitsunternehmens Sophos, dass 42,8 Prozent aller Spam-Mails aus Asien kommen. Nordamerika ist der Ursprung für 25,6 Prozent des weltweiten Spams und Europa steuert 25 Prozent bei.

Aus den USA allein kommen mittlerweile weniger als 25 Prozent des weltweiten Spams – 2004 waren es noch 42,53 Prozent. Knapp hinter den USA liegt das Reich der Mitte.

Für den starken Spam-Rückgang in den USA machen die Experten die dortigen zunehmend restriktiveren juristischen Maßnahmen verantwortlich. Andererseits wächst die Wirtschaft in Asien weiterhin stark, was zwangsläufig zu mehr Spam führen würde, wie ein Sophos-Mitarbeiter meint. Denn Spam sei auch ein Marketing-Instrument für Unternehmen. Zudem gäbe es in Asien immer mehr Breitbandverbindungen, was die Verbreitung von Spam zusätzlich fördere.

Ein wichtiger Aspekt bei der Ausbreitung von Spam sind nach wie vor Trojanische Pferde, die fremde PCs infizieren und von dort aus Spam versenden. Wer also seinen Rechner vor Malware schützt, vermeidet damit unter Umständen aus, dass die eigene Maschine zum Spam-Generator wird.

Ländervergleich: Das "Dreckige Dutzend" der Spam-Versender (PC-WELT Online, 07.05.2005)

Das dreckige Dutzend der Spammer (PC-WELT Online, 24.08.2004)

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