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Ashley Madison: Nur 12.000 der 5 Mio. weiblichen Accounts waren echt

27.08.2015 | 17:01 Uhr |

Eine Redakteurin fand bei Recherchen heraus, dass ein Großteil der weiblichen Accounts bei Ashley Madison nicht echt ist.

Die Gizmodo-Redakteurin Annalee Newitz hat die von Hackern erbeuteten Nutzerprofile des Seitensprung-Portals Ashley Madison genauer unter die Lupe genommen und entdeckte Überraschendes.

Ashley Madison zählt eigenen Aussagen zufolge mehr als 31 Millionen männliche und nur 5,5 Millionen weibliche Nutzer. Beim Angriff der Hackergruppe Impact Team wurde sowohl ein Teil der männlichen als auch der weiblichen Profile erbeutet. Newitz hat sich die mutmaßlichen weiblichen Nutzer näher angeschaut und kommt zu dem Schluss, dass nur rund 12.000 der mehr als 5 Millionen Profile tatsächlich von echten Frauen genutzt werden.

Beim beträchtlich großen Rest könnte es sich laut Newitz einerseits um Fake-Profile und andererseits um verwaiste Accounts handeln, die zwar angelegt aber dann nie wieder betreut wurden. Newitz zufolge haben die größtenteils männlichen Kunden von Ashley Madison also nicht für einen tatsächlichen Seitensprung, sondern für eine Fantasie bezahlt.

Klage: Ashley Madison hat Kundendaten nicht gelöscht

In den letzten Wochen häuften sich bereits Berichte, dass 90 bis 95 Prozent der weiblichen Profile auf dem Portal gefälscht seien. Untermauert werden diese Behauptungen von den Aussagen einer ehemaligen Mitarbeiterin . Sie ging an die Öffentlichkeit und verriet, dass Ashley Madison sie vor einigen Jahren eingestellt habe um mehrere hundert Fake-Accounts anzulegen, um zahlende männliche Kunden anzulocken.

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