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Ashley-Madison-Hack: Polizist erschießt sich

25.08.2015 | 09:11 Uhr |

Die Veröffentlichung der gestohlenen Benutzerdaten des Sex-Kontakte-Portals Ashley Madison hat vermutlich zu zwei Selbstmorden geführt. Unter anderem erschoss sich ein Polizist.

Der Ashley-Madison-Hackerangriff hat vermutlich erste Todesopfer gefordert. Wie US-Medien berichten, stehen bislang die Selbstmorde von zwei Männern vermutlich in Zusammenhang mit der Veröffentlichung ihrer Namen durch die Hacker des Sex-Kontakte-Portals Ashley Madison. Die von den Hackern im Netz veröffentlichten Datensätze enthalten persönliche Informationen der Nutzer des Portals. Darunter persönliche Vorlieben und Kontodaten.

Bei einer Person handelt es sich um den Leiter einer Polizei-Dienststelle im US-Bundesstaat Texas, der sich auf Grund des Hacks sein Leben genommen haben soll. Der Polizei-Beamte, der die San Antonio Regional Intelligence Center Unit leitete, starb letzte Woche an den Folgen einer Schussverletzung, die er sich selbst zugefügt hatte. Seine Mailadresse und weitere Benutzerdaten hatten die Hacker des kanadischen Erotik-Kontaktportals Ashley Madison ins Internet gestellt. Kollegen veröffentlichten einen Nachruf auf Facebook.

Derzeit ermittelt die kanadische Polizei insgesamt bei zwei Selbstmorden, die in Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Ashley-Madison-Nutzerdaten stehen sollen. Die kanadische Polizei befürchtet, dass diese ins Internet gestellten Daten für Erpressungsversuche genutzt werden.

Mittlerweile laufen mehrere Schadenersatzklagen gegen Ashley Madison. Weil das Dating-Portal die Daten seiner Benutzer nicht ausreichend geschützt habe. In vielen Fällen hätten Benutzer eigens eine Gebühr dafür bezahlt, dass ihre Daten sicher gelöscht werden. Das sei aber offensichtlich nicht der Fall gewesen, wie die Veröffentlichung der von den Hackern erbeuteten Daten zeigen soll.
 
 
 
 
 

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