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Arzneikauf im Internet: Vorsicht vor Fälschungen

Beim Kauf von Medikamenten im Internet sollten Verbraucher Vorsicht walten lassen.

Bei einer Medikamentenbestellung per Internet sollten Verbraucher vorsichtig sein. Im Internet- oder Versandhandel sei die Gefahr, an Medikamentenfälscher zu geraten, größer als beim Einkauf in der Apotheke, berichtet die in München erscheinende "Ärztliche Praxis" unter Berufung auf Ulrich Weigeldt vom Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in Berlin.

Misstrauen ist demnach angezeigt, wenn die Adresse des Internetanbieters nicht eindeutig zu identifizieren ist. Zu den Alarmzeichen zählt Weigeldt auch, wenn die Medikamentenverpackung verschmutzt oder beschädigt ist und das Verfallsdatum fehlt beziehungsweise überschritten wurde. Arznei-Angebote auf Märkten oder in Fitness-Studios sollten immer abgelehnt werden.

Experten gehen davon aus, dass bis zu sieben Prozent der weltweit gehandelten Arzneimittel gefälscht sind. Oft seien teure Lifestyle- Präparate betroffen, bei denen auch die Kunden an einer diskreten Bestellung interessiert seien. Laut dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller wurden in den vergangenen 15 Jahren drei Fälle von Totalfälschungen bekannt. Einer betraf illegal hergestellte Anabolika, die beiden anderen verschreibungspflichtige Arzneimittel.

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