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Armee aus 2000 Zombie-Rechnern

09.06.2000 | 15:58 Uhr |

In über 2000 Rechner haben Hacker das Trojanische Pferd "Serbian Badman" eingepflanzt, das sich als Filmclip tarnt. Sie gewannen so Zugriff auf sämtliche Funktionen der betroffenen Computer. Vermutlich waren die Hacker dabei, einen groß angelegten "Distributed Denial of Service"-Angriff (DDoS) vorzubereiten.

Ein Trojanisches Pferd (siehe Glossar), das als Filmclip getarnt ist, ist auf über 2000 privaten und gewerblichen Computern weltweit gefunden worden. Mit Hilfe dieser Software konnten Hacker, die unter den Alias-Namen "Badman" und "Serbian" auftraten, beliebig Daten von den Computern herunterladen oder die Rechner "fernsteuern". Die Hacker waren gerade dabei, ihr Netzwerk aus Zombie-Rechnern zu testen, als Mitarbeiter der amerikanischen Sicherheitsfirma Network Security Technologies sie entdeckten. Vertreter der Firma sprachen von einer "Armee, die gesammelt wird." Die infizierten Rechner könnten für einen DDoS-Angriff (siehe Glossar) verwendet werden, mit denen seit dem Frühjahr 2000 schon mehrfach Web-Server zum Stillstand gebracht wurden.

Die Trojanischen Pferde wurden zum größten Teil auf Computern eingepflanzt, die über Standleitungen und Kabelmodems mit dem Internet verbunden sind. Dadurch sind sie also ständig angreifbar und können andererseits jederzeit als Plattform für DDoS-Attacken dienen.

Das Trojanische Pferd "Serbian Badman" gibt beim Aufruf keinen Hinweis auf seine verdeckten Aktivitäten. (PC-WELT, 09.06.2000, meh/ kk)

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