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Samsung SGH-P520 im Edel-Outfit

Samsung und Armani haben ihre Kooperation im Mobilfunkmarkt bekannt gegeben. Mit dem SGH-P520 bringen die Koreaner ein Barrenhandy in den Handel, das exklusiv als Armani-Phone in den Stores des Modelabels verkauft wird und dem populären Vorbild LG KE850 (Prada-Phone) folgt. Ab November kommt das Luxus-Handy in den Handel, der Preis liegt unbestätigten Angaben zufolge bei 650 Euro.

Mit dem Prada-Phone KE850 hat LG im Frühjahr 2007 eindrucksvoll demonstriert, dass Mobilfunk und Mode denkbar nahe beieinander liegen, in erster Linie dürften sich jedoch gutbetuchte Fashion-Victims über die Kooperation gefreut haben. Und auch bei der neuesten Zusammenarbeit steht der Luxus-Faktor im Vordergrund. In den Hauptrollen diesmal: der koreanische Handybauer Samsung und das Modehaus Armani.

Doch während die Akteure wechseln, bleibt das Drehbuch weitgehend identisch. So wird auch in dieser Geschichte ein hochwertiges Handy ausgeschickt, die Welt zu erobern und der Konkurrenz das Fürchten zu lehren. Und damit sein Ruf sich schnell verbreite, hat ihm ein italienischer Modeschöpfer seinen klangvollen Namen verliehen. Fertig ist der Blockbuster - sollte man meinen.

Doch Seoul ist nicht Hollywood und so muss auch das Armani-Phone statt mit wehenden Fahnen und dramatischer Musik mit nackten Tatsachen um seine Daseinsberechtigung kämpfen. Dabei macht der Barren auf den ersten Blick eine gute Figur. Mit Traummaßen von 87,5x54,5x10,5 mm ist das Gerät äußerst kompakt und auch beim Gewicht von 82 g gibt es nichts zu meckern. Wie beim Prada-Phone wird das Handy - inoffiziell als SGH-P520 bekannt - fast ausschließlich über den Touchscreen bedient, lediglich zwei Tasten zum Annehmen und Beenden von Telefonaten finden sich unterhalb des Bildschirms, der bei 240x320 Pixeln (2,6 Zoll) bis zu 262.144 Farben darstellt.

Bei der Kamera hat sich Samsung für eine 3,1 Megapixel-Komponente (2048x1536 Pixel) entscheiden, die hochauflösende Bilder verspricht - ob die Koreaner die Erwartungen an die Qualität der Aufnahmen erfüllen können, bleibt wegen der geringen Bautiefe abzuwarten. Eine Kamera auf der Vorderseite sucht man vergebens, ohnehin wäre Videotelefonie wegen fehlender UMTS-Connectitiy kaum möglich. Damit das Internet-Vergnügen nicht verloren geht, verbindet sich das P520 via WLAN mit einem Hotspot, sodass multimediale Inhalte heruntergeladen und im 50 MB fassenden Speicher (mircoSD möglich) abgelegt werden können. Über kurze Strecken funkt das Handy per Bluetooth und überträgt Musik an kabellose Headsets dank A2DP in Stereoqualität.

Um die Zielgruppe für das Armani-Phone nicht einzuschränken, kommen auch Businesskunden auf ihre Kosten. So kann der Barren dank Document Viewer neben Office-Dokumenten (Word, Excel, PowerPoint) auch PDF-Files anzeigen, der starke Akku (960 mAh) lässt den Nutzer bei längeren Gesprächen nicht im Stich. Nach eigenen Angaben kommt das SGH-P520 im Standby bis zu 220 Stunden ohne Aufladung aus, die maximale Gesprächszeit beträgt 180 Minuten.

Ob das Armani-Phone letztlich zum Kassenschlager avanciert oder wie ein schlechter B-Movie nach kurzer Zeit wieder aus dem Programm genommen wird, hängt wie so oft vom Verbraucher ab. Ab November erscheint das Handy exklusiv in den Armani-Stores, der Preis liegt unbestätigten Angaben zufolge bei 650 Euro.

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