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Arcor setzt Vieltelefonierer unter Druck

28.06.2007 | 11:02 Uhr |

Kunden von Arcor, die eine Flatrate zur Telefonie ins Ausland abgeschlossen haben und viel telefonieren, erhalten unliebsame Post von ihrem Anbieter.

Die Berliner Zeitung berichtet in ihrer Dienstagsausgabe, dass Arcor seine Kunden mit dem 35 Euro teuren Internet- und Telefonie-Pauschaltarif unter Druck setzt, wenn sie ihre Flatrate voll auskosten. Insbesondere wer von der Euro-Flat Gebrauch macht und mit Bekannten in Paris oder Rom telefoniert, soll ins Visier der Telefongesellschaft geraten. Per Brief werden die Kunden dann von der Kundenbetreuung angeschrieben und darauf aufmerksam gemacht, dass sie „in außergewöhnlich hohem Maße telefonieren“. Weiter wirft Arcor dem Kunden vor, den Anschluss nicht nur privat zu nutzen, was nicht dem „gemeinsamen Verständnis bei Vertragsabschluss“ entspreche und weist auf minutenbasierte Tarife hin.

Abschließend fordert das Unternehmen den Vieltelefonierer auf, entweder die Extraoption umzustellen oder die Gespräche ins Ausland „umgehend und erheblich“ zu reduzieren.
Auf Nachfrage der Berliner Zeitung erklärte ein Arcor-Sprecher, dass Kunden gelegentlich ihre private Telefon-Flatrate für geschäftliche Zwecke missbrauchen und sie deshalb entsprechend dagegen vorgehen. Erhält ein ehrlicher Kunde einen solchen Brief, muss er nur schriftlich erklären, wie die vielen Telefonate zustande kommen, dann sei die „Sache“ aus der Welt.

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