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Arcaboard – Hoverboard mit 272 PS kostet jetzt 5.000 Dollar weniger

10.02.2016 | 13:56 Uhr |

Das Arcaboard schwebt wie das Hoverboard von Marty McFly aus Zurück in die Zukunft II richtig über dem Boden – überall und ohne Magnetismus. Zwei Haken hat das Wunderteil aber.

Das Arcaboard des im US-Bundesstaat New Mexico beheimateten Unternehmens Arca Space Corporation kommt dem berühmten Hoverboard von Marty McFly schon ziemlich nahe. Anders als andere frei schwebende Hoverboards wie das Modell von Lexus benötigt das Arcaboard keine magnetischen beziehungsweise Strom leitenden Bahnen im Boden. Das Arcaboard schwebt also unabhängig von der Beschaffenheit des Untergrunds überall, auch über Wasser. Möglich machen das 36 elektrische Lüfterräder, die das Hoverboard 30 Zentimeter vom Boden weghaltenm sollen. Die Ventilatoren entwickeln zusammen 272 PS, wie der Erfinder erklärt.

Maximal kann das Arcaboard 110 Kilogramm Last befördern. Gibt man sich mit einer maximalen Traglast von 80 Kilogramm zufrieden, so kann man die Flugzeit vergrößern: Von knappen drei auf immer noch recht knappen sechs Minuten.

Die Ventilatoren und die Akkus in der Mitte
Vergrößern Die Ventilatoren und die Akkus in der Mitte
© Arca

Das Arcaboard ist 145 Zentimeter lang, 76 Zentimeter breit und immerhin 15 Zentimeter dick – also kein klassisches Skateboardformat. Es wiegt 82 Kilogramm. Mit 92 db ist es im Betrieb nicht gerade leise, das entspricht dem Lärm eines nahe Dieselmotors. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 20 km/h.

Der Stromhunger der 36 Lüfterräder ist so groß, dass die Akkukapazität wie bereits erwähnt nur für drei bis sechs Minuten Flugdauer reicht, abhängig vom Gewicht. Dafür muss man die Akkus dann aber sechs Stunden laden. Um dieses Missverhältnis zwischen Flugzeit und Ladezeit zu reduzieren, bietet Arca auch eine optionale Ladestation an, mit der sich das Arcaboard bereits in 35 Minuten aufladen lassen soll.

Der Aufbau des Arcaboards
Vergrößern Der Aufbau des Arcaboards
© Arca

5.000 Dollar Nachlass - trotzdem heftiger Preis

Das Arcaboard ist aber nur ein Spielzeug für Leute mit dem nötigen Kleingeld: Es kostete bislang 19.900 Dollar (rund 18.100 Euro). Nun hat der Hersteller einen Preisrutsch um 5.000 Dollar bekannt gegeben. Diese Reduzierung habe man aufgrund von neuen Partnerschaften mit Zulieferern möglich machen können.

Ein kleines Aber gibt es noch: Die dringend zu empfehlende optionale Ladestation kostet noch einmal 4500 Dollar (4095 Euro) extra. Da bleibt nicht mehr viel übrig von den gesparten 5.000 Dollar...

Die Auslieferung des in drei unterschiedlichen Farben erhältlichen Hoverboards will Arca im April 2016 beginnen.

Bisherige Hoverboards rollen und brennen

Die bisher erhältlichen Hoverboards schweben nicht, sondern rollen konventionell auf dem Boden. Als eine Art Skateboard-Segway, nur eben ohne Steuergriff. Diese Hoverboards machten in letzter Zeit vor allem durch Katastrophenmeldungen von sich reden. Die trendigen Fortbewegungsmittel sind anscheinend brandgefährlich und neigen zum Explodieren. Zumindest berichten das US-Medien. Amazon und andere US-Versandhändler stellten deshalb den Verkauf von Hoverboards ein.

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