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Arbeitsspeicher vor dem freien Fall?

10.05.2001 | 17:07 Uhr |

Nachdem Infineon in den letzten Wochen vor Gericht etliche Teilerfolge gegen Rambus erzielen konnte, verbuchte das Unternehmen jetzt einen weiteren Sieg. Rambus wurde zu einer Zahlung von 3,5 Millionen Dollar an Infineon verurteilt. Die Folgewirkungen des Urteils der Geschworenen könnten einen Verfall der Arbeitsspeicherpreise nach sich ziehen.

Nachdem Infineon in den letzten Wochen vor Gericht etliche Teilerfolge gegen Rambus erzielen konnte (wir berichteten), verbuchte das Unternehmen jetzt einen weiteren Sieg. Rambus wurde zu einer Zahlung von 3,5 Millionen Dollar an Infineon verurteilt. Die Folgewirkungen des Urteils der Geschworenen könnten einen Verfall der Arbeitsspeicherpreise nach sich ziehen.

Angesichts der Milliardensummen, um die es in diesem Branchenbereich geht, verwundert auf den ersten Blick die relativ niedrigen Strafe. Sie könnte jedoch ungeahnte Wirkung haben: Das Urteil kann als Präzedenzfall ausgelegt werden und die Vermutung liegt nahe, dass andere Speicher-Hersteller ebenfalls versuchen könnten, Rambus zu verklagen.

Dieses Urteil könnte eine Signalwirkung dahingehend haben, dass Unternehmen, die bislang Lizenzgebühren an Rambus abführen künftig keine derartigen Gebühren mehr zahlen müssten - eine weitere Konfrontation vor Gericht ist somit vorprogrammiert. Ein Wegfall der Lizenzgebühren würde die Kosten der Unternehmen senken - ein Vorteil, der an die Kunden weitergegeben werden könnte.

Abgeschlossen ist das Ringen der Chip-Giganten mit Sicherheit noch nicht. Rambus plant, in Berufung zu gehen. Das Verfahren könnte sich daher durchaus noch um ein oder zwei Jahre verlängern.

Infineon siegt erneut über Rambus

Infineon siegt gegen Rambus

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