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Java- und Datenbankentwickler sind begehrt

15.09.2008 | 10:01 Uhr |

Softwareentwickler bleiben weiterhin die meist gesuchten IT-Profis auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Das Interesse an Hardware-Experten hingegen schwindet.

Des einen Freud ist des anderen Leid: Während sich Softwareentwickler über das starke Angebot an Jobs und steigende Gehälter freuen können, beklagt sich die Industrie über Fachkräftemangel. Die Konsequenz für die Unternehmen sieht so aus, dass gezielt nach qualifizierten Studienabgängern und Berufseinsteigern gesucht wird. Neben Software-Experten und Anwendungsentwicklern sind vor allem IT-Berater gefragt.

Nach einer neueren Arbeitsmarktstudie des Hamburger IT-Dienstleisters PPI kann man als Datenbank- oder Java-Experte vor allem in Süddeutschland Karriere machen. Rund die Hälfte aller Angebote für Entwickler kommen aus Bayern und Baden-Württemberg. Die Anzahl der Job-Angebote ist im Laufe des letzten Jahres um ein Viertel gewachsen und bildet mit einem Anteil von 38 Prozent den größten Block der ausgeschriebenen Jobs in der IT-Branche. Ein weiteres Drittel der Stellenangebote für Absolventen ist für den Nachwuchs im Consulting-Geschäft bestimmt.

Überraschend sind diese Ergebnisse laut PPI-Vorstand Thomas Reher nicht unbedingt. Die Verteilung der Jobanzeigen folge recht genau der wirtschaftlichen Situation innerhalb der IT-Branche. Die Experten des Branchenverbandes Bitkom hatten vorausgesagt, dass die größten Umsatzgewinner dieses Jahres Softwarefirmen und IT-Dienstleister sein würden.

Nicht ganz so rosig sieht es hingegen laut Verband bei den Hardwareherstellern aus. Die Produzenten von Endgeräten und Netzwerk-Equipment erwarten keine Umsatzsprünge und gehen mit ihrer Personalplanung entsprechend vorsichtig um. Nur drei Prozent der angebotenen IT-Jobs beziehen sich auf Hardware-Experten, ebenso viele wie für Stellen im Qualitäts-Management.

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