686856

Arbeitgeber haften für illegale Downloads ihrer Mitarbeiter

29.07.2004 | 15:21 Uhr |

Wenn in einem Unternehmen verbindliche Internet-Nutzungsrichtlinien fehlen, haftet der Arbeitgeber für illegale Downloads.

Auf dem Bürorechner läuft nebenbei Kazaa und während der Mittagspause wird schnell noch ein Kinohit für den Feierabend auf die Festplatte des Arbeitsrechners gesaugt. Fehlen in einem Unternehmen verbindliche Internet-Nutzungsrichtlinien, haftet der Arbeitgeber für illegale Downloads. Dies berichtet unsere Schwesterpublikation Computerpartner in ihrer aktuellen Ausgabe (31/2004).

"Jedes Unternehmen ohne klar definierte Internet-Nutzungsrichtlinien verletzt grundlegende Sorgfaltspflichten bei der Bereitstellung eines rechtlich einwandfreien Internetzugangs", erklärt Michael Kretschmer, Regional Director bei Websense, Anbieter für das Management von Internetzugängen, gegenüber der Computerpartner. "Firmen sind damit voll haftbar, wenn Mitarbeiter, Auszubildende, Praktikanten oder auch freie Mitarbeiter nicht lizenzierte Software einsetzen oder kopiergeschützte Inhalte wie Musik und Filme über das Web herunterladen."

Unternehmen können sich juristisch absichern, indem sie unmissverständliche Richtlinien für die Nutzung des Internet-Zugangs aufstellen und diese auch kommunizieren. Daneben sollten sie eine unmittelbare Überwachung am Internet-Zugang, im Firmennetz oder an den einzelnen Arbeitsplätzen durchführen, so die Zeitung.

0 Kommentare zu diesem Artikel
686856