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Apps sollen künftig zeigen, welche persönlichen Daten sie verwenden

29.07.2013 | 05:34 Uhr |

Die Spähaffäre um die NSA und Edward Snowden zieht weite Kreise. Verbraucherschützer haben jetzt die Apps auf Smartphones und Tablet-PCs ins Visier genommen und fordern mehr Transparenz.

Besitzer von Smartphones und Tablet-PCs haben oft etliche Apps auf ihren Geräten installiert, die sich bei genauerer Betrachtung als kleine Datenspione erweisen. Eine Gruppe aus Datenschützern und App-Entwicklern fordert nun diesbezüglich mehr Transparenz für die Verbraucher. Künftig soll jedes Programm ganz genau deklarieren, welche Daten über den Benutzer erhoben werden.

Mit einer genauen Kennzeichnung soll es den Besitzern von Smartphones und Tablets deutlich leichter gemacht werden, sich in der Vielzahl der Apps für eine bestimmte Aufgabe besser zu orientieren. So könnte sich der Anwender zum Beispiel für eine Taschenlampen-App entscheiden, die wenige oder keine persönlichen Daten sammelt.

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Um die Transparenz zu fördern, sind die Datenschützer schon in Vorleistung getreten. Sie haben einen Programmcode entwickelt, der genau offenbaren soll, welche Daten von der jeweiligen App gesammelt werden. Nun ist das Projekt auf die Unterstützung der Entwickler-Szene angewiesen, die den Code in ihre eigenen Programme integrieren müsste. Es mehren sich allerdings auch schon kritische Stimmen, die behaupten, dass der erstellte Code höchstens eine grobe Übersicht über gesammelte Daten geben könne. Auch bei Verwendung des Codes würde es für den Kunden keine Möglichkeit geben, den Zugriff auf diese Informationen zu verhindern.

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