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Apple und IBM gehen Partnerschaft ein

16.07.2014 | 14:09 Uhr |

Apple und IBM wollen in Sachen Business-Apps für Mobilgeräte kooperieren und gehen eine Partnerschaft ein.

Apple, das im Firmenumfeld traditionell schwach ist, hat in den letzten Jahren in den Unternehmenswelt dank iPhone und iPad immer mehr Aufmerksamkeit erhalten und mit IBM einen etablierten Partner für weiteres Wachstum gewonnen. "Zum ersten Mal überhaupt bringen wir IBMs renommierte Big-Data-Nalayse auf die Fingerspitzen von iOS," freut sich Apple-CEO Tim Cook in der Pressemeldung zur Kooperation, "das ist ein radikaler Schritt für Unternehmen und etwas, das nur Apple und IBM leisten können."

Die Vereinbarung von Apple und IBM umfasst vier Hauptpunkte. Zunächst verpflichten sich die Partner, gemeinsam iOS-Apps für spezielle Businesszwecke zu entwickeln. Dabei fokussiere man auf Wirtschaftsbranchen wie das Gesundheitswesen, den Handel, Banken, Versicherungen oder das Transportwesen. Erste Apps unter der IBM-Marke Mobile First würden noch im Herbst 2014 erscheinen, im Jahr 2015 folgen weitere. IBM werde seine Service-Expertise einsetzen, um Cloud-Lösungen für die meisten Unternehmensbedürfnisse anbieten zu können. Auch beim Support werde man kooperieren, Apple Care wird Unternehmen und Privatpersonen 24 Stunden am Tag in sieben Tagen in der Woche zur Verfügung stehen. IBM werde schließlich auch Komplettlösungen inklusive iPhones und iPads an Firmen verkaufen.

Die Kooperation von IBM und Apple könnte für beide gewinnbringend sein, seit dem Verkauf seiner PC-Sparte an Lenovo im Jahr 2005 konzentriert sich "Big Blue" auf Dienstleistungen für Unternehmen. Apple hingegen bekommt dank der Partnerschaft mehr Zug in sein Firmengeschäft, ohne jenes mit Endverbrauchern vernachlässigen zu müssen. IBM und Apple waren in den frühen Jahren der Computer-Ära Konkurrenten im PC-Markt, den Apple zwar mit dem Apple I und Apple II erst definierte, IBM mit seinem Personal Computer genannten Rechner im Jahr 1981 einen Namen gab. Später arbeiteten beide Unternehmen gemeinsam an der Power-PC-Plattform und gründeten ein letztlich erfolgloses Joint-Venture namens Taligent, das ein modernes Betriebssystem entwickeln sollte.

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