1764420

Apple steckt Niederlage gegen Verbraucherzentrale ein

07.05.2013 | 18:08 Uhr |

Im Zuge eines aktuellen Gerichtsbeschlusses muss Apple nun mehrere Klauseln seiner Datenschutz-Erklärung anpassen.

In einem aktuellen Rechtsstreit zwischen Apple und der Verbraucherzentrale Bundesverband hat das Landgericht Berlin heute ein Urteil zugunsten der Verbraucherschützer gefällt. Stein des Anstoßes waren insgesamt 15 Klauseln in Apples Datenschutz-Erklärung. Während das Unternehmen bereits für sieben dieser fragwürdigen Punkte Unterlassungserklärungen unterzeichnet hatte, wurden im Rahmen des Urteils heute noch weitere acht Punkte gekippt.

Die Folgen für Apple: Der iPhone-Hersteller muss seine Datenschutz-Erklärung nun überarbeiten und die umstrittenen Klauseln anpassen. So speicherte der Konzern bislang beispielsweise die Kontaktdaten Dritter – laut dem Landgericht Berlin ein unrechtmäßiges Vorgehen, für das die Einwilligung der betroffenen Personen nötig sei. Weiterhin erfasse und verarbeite Apple Standortdaten sowie personenbezogene Daten und tausche diese mit „strategischen Partnern“ und „verbundenen Unternehmen“ aus. In diesem Fall fordern die Verbraucherschützer klare Formulierungen und mehr Transparenz, welche Daten mit wem ausgetauscht werden.

Die Geschichte von Apple

Aktuell ist das Urteil noch nicht rechtskräftig, aber vorläufig vollstreckbar. Apple hat bislang noch keine offizielle Stellungnahme dazu abgegeben.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1764420