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Apple muss Schmerzensgeld an Shop-Mitarbeiter zahlen

11.08.2014 | 19:07 Uhr |

Die Überwachung der Mitarbeiter wurde vom Gericht als unrechtmäßig angesehen. Apple muss einem ehemaligen Angestellten daher 3.500 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Wegen der Video-Überwachung von Mitarbeitern in einem Apple Store in Hamburg wurde das Unternehmen nun zu einer Schmerzensgeldzahlung verurteilt. Zwar fiel die Entscheidung über die Unrechtmäßigkeit dieser Kontrollmaßnahme bereits im November, aber erst jetzt wurde das Urteil durch das Arbeitsgericht Frankfurt am Main als rechtskräftig erklärt.

Angestoßen wurde das Verfahren von einem Mitarbeiter von Apple, der im hinteren Bereich des Stores gearbeitet hatte. Dort wurden die Pausenräume und Arbeitsplätze durch den Konzern mit kugelförmigen Überwachungskameras kontrolliert. Das Unternehmen begründete diesen Schritt mit dem Schutz vor Diebstählen.

Datenschutz: Der gläserne Mitarbeiter

Das Gericht hingegen sieht eine dauerhafte Überwachung eines Arbeitsplatzes nicht als rechtmäßig an. Apple ging daraufhin in Berufung, zog diese jedoch einen Tag vor Auslauf der Frist zurück. Der ehemalige Angestellte erhält nun ein Schmerzensgeld von 3.500 Euro vom iPhone-Hersteller.

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