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Apple löschte Songs auf iPods, ohne Nutzer zu informieren

04.12.2014 | 13:41 Uhr |

Apple soll jahrelang Musik-Dateien auf iPods gelöscht haben, die von anderen Musik-Diensten stammten.

In einem aktuell laufenden Kartellverfahren haben Anwälte Apple am Mittwoch vorgeworfen, in den Jahren 2007 bis 2009 Musik-Dateien auf iPods gelöscht zu haben, ohne die Nutzer darüber zu informieren. Das berichtet das Wall Street Journal.

Betroffen waren Musik-Dateien, die die Nutzer bei mit iTunes in Konkurrenz stehenden Musik-Diensten erworben hatten. Beim Versuch, den iPod mit der iTunes-Musik-Bibliothek zu synchronisieren, habe Apple eine Fehlermeldung eingeblendet, die die Anwender aufforderte, die Einstellungen zurückzusetzen. Dabei wurden dann die Songs von fremden Musik-Diensten gelöscht.

In dem seit Jahren schwebenden Verfahren geht es darum, ob Apple den Wettbewerb für Musik-Player und Musik-Downloads gestört hat. Die Kläger vertreten die Ansicht, dass Apple durch sein Verhalten höhere Preise für iPods verlangen konnte. Damit sei ein Schaden von über 350 Millionen US-Dollar für die Konsumenten entstanden.

Ein Apple-Vertreter sagte bei dem Verfahren aus, dass Apple den Nutzer nicht zu viele Informationen geben müsse, weil man sie nicht verwirren wolle. Hacker wie "DVD Jon" und "Requiem" seien der Grund dafür gewesen, warum Apple sich zu der besagten Zeit um den verstärkten Schutz von iTunes kümmerte. Die Updates, die die Nicht-Apple-Musik-Dateien löschten, sollten die Nutzer vor Angriffen auf das System schützen.

In dieser Woche sollen bei dem Verfahren auch Apples Software-Chef Eddy Cue und Apples Marketing-Chef Phil Schiller aussagen. In dem Verfahren soll auch eine auf Video aufgezeichnete Aussage des Apple-Gründers Steve Jobs gezeigt werden.

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