1859645

Apple legt Anzahl der Behördenanfragen offen

06.11.2013 | 11:21 Uhr |

Apple hat zum ersten Mal einen Bericht über die Anzahl der Behördenanfragen veröffentlicht. Die meisten Anfragen kommen von US-Behörden, aber auch deutsche Behörden treten an Apple heran.

Apple hat einen Bericht über Behördenanfragen in Form eines PDF-Dokuments mit sieben Seiten veröffentlicht. Es ist das erste Mal, dass das Unternehmen einen solchen globalen Transparenzbericht veröffentlicht. Laut dem Bericht gingen in der ersten Jahreshälfte bereits mehr als 2000 Anfragen von Behörden aus aller Welt ein.

Spitzenreiter sind US-Behörden, die vom 1. Januar 2013 bis zum 30. Juni 2013 zwischen 1000 und 2000 Anfragen an Apple richteten. Im Gegensatz zu anderen Ländern darf Apple aufgrund der US-Gesetzeslage keine genaueren Angaben zu den US-Behördenanfragen machen und daher auch keine konkreten Zahlen nennen. So heißt es im Report vage, dass die US-Behördenanfragen zwischen 2000 bis 3000 Konten der Apple-Nutzer betrafen. Keine konkreten Zahlen darf Apple auch darüber verraten, wie viele Anträge letztendlich beantwortet werden mussten oder abgelehnt wurden. Auch hier heißt es seitens Apple jeweils nur vage "0 - 1000".

Konkreter darf Apple dagegen auf Behördenanfragen aus anderen Ländern eingehen. So erreichten Apple beispielsweise aus Deutschland insgesamt 93 Behördenanfragen in der ersten Jahreshälfte 2013. Betroffen waren 93 Konten von Apple-Nutzern. In fünf Fällen habe Apple die Anfragen beantwortet und in 86 Fällen sei gegen die Offenlegung seitens Apple Einspruch eingelegt worden oder die Anfragen konnten auf einer anderen Art beantworten können.

In einer weiteren Tabelle werden auch die Behördenanfragen zu Geräte-Informationen, beispielsweise nach einem Diebstahl, aufgelistet. Hier erreichten Apple aus Deutschland insgesamt 2156 Anfragen in der ersten Jahreshälfte, die 4928 Geräte betrafen. In 1856 Fällen wurden die Anfragen beantwortet.

Apple kritisiert in dem Bericht, dass die US-Regierung dem Unternehmen nicht erlaube, genauere Details zu den Anfragen zu nennen. bei den meisten Anfragen aus allen Ländern sei es überwiegend um die Hilfe bei der Ermittlung von Verbrechen wie Raub, Diebstahl und der Suche vermisster oder suizidgefährdeter Kinder und Personen gegangen. Überwiegend hätten die Behörden dabei die Herausgabe von Informationen zu iTunes- oder iCloud-Konten gefordert. In ganz seltenen Fällen wurde auch die Herausgabe von auf den Konten gespeicherten Fotos oder Mails gefordert.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1859645