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Apple hat kein Interesse an iTunes-App für Windows 8

13.05.2013 | 05:35 Uhr |

Musik-Liebhaber halten ihr Archiv oft über Apples iTunes auf dem aktuellen Stand. Eine entsprechende App für Microsofts neues Betriebssystem Windows 8 wäre da praktisch. Die Chancen auf eine baldige Veröffentlichung stehen allerdings schlecht.

Natürlich gibt es mittlerweile viele Alternativen zu Apples Musikservice iTunes. Dennoch haben sich viele Musik-Liebhaber an die Software aus Cupertino gewöhnt und würden diese auch gerne auf ihrem neuen Windows-System verwenden. Das ist natürlich auch problemlos möglich, allerdings nur über die ganz normale Desktop-Version des Programms. Von einer modernen App für Windows 8, die sich in das Kachelsystem einfügt, fehlt bislang jedoch jede Spur.

Eine native Unterstützung des neuen Betriebssystems im Form einer iTunes-App wird es in Kürze wohl auch nicht geben. Das teilte zumindest Tami Reller mit, die zuständig für die Software- und Hardware-Entwicklung bei Microsoft ist. Reller bestätigte, dass es eine hohe Nachfrage für eine iTunes-App für Windows 8 gebe. Der Musikdienst von Apple sei einer der am meisten gesuchten Begriffe im Store von Windows 8.

iTunes Store feiert 10. Geburtstag

Apple selbst zeigt jedoch nur geringes Interesse an einer Umsetzung für das Betriebssystem von Microsoft. Das liegt laut CNN Money an der Tablet-Variante von Windows 8. Eine entsprechende iTunes-App müsse ebenso für die auf ARM-Prozessoren basierende Windows RT-Version lauffähig sein. Vor diesem Schritt schrecke Apple aber noch zurück, da die Tablets mit Windows 8 natürlich in direkter Konkurrenz zum hauseigenen iPad stehen. Die Chancen für eine baldige Umsetzung einer iTunes-App für Windows 8 stehen daher im Augenblick eher schlecht, trotz hoher Nachfrage.

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Was ist Windows 8?

Das neue Microsoft-Betriebssystem ist der Nachfolger von Windows 7 und erschien am 26. Oktober 2012. Windows 8 baut auf seinen sehr erfolgreichen Vorgänger auf und enthält den neuen Kachel-Startbildschirm, der sich an der Oberfläche mit rechteckigen Kästen orientiert, die Microsoft mit Windows Phone 7 eingeführt und später auch bei der Xbox 360 integriert hat. Der zunächst eingeführte Begriff der "Metro-Oberfläche" wurde kurz vor dem Start aus rechtlichen Gründen zurückgezogen. Inzwischen spricht Microsoft von "Windows-Live-Tiles".

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