Branche

Apple geht gegen Kinderarbeit bei chinesischen Zulieferern vor

Freitag den 25.01.2013 um 19:04 Uhr

von Denise Bergert

In seinem aktuellen Kontrollbericht hat Apple bei chinesischen Zulieferern ganze 106 Fälle von Kinderarbeit aufgedeckt.
Nachdem im vergangenen Jahr Vorwürfe von Kinderarbeit bei Apple-Zulieferern laut wurden, hat sich der Konzern mit der Fair Labor Association (FLA) zusammengetan, um Fälle von Beschäftigung Minderjähriger bei der Produktion seiner Geräte aufzudecken. Um seine Bestrebungen, gegen Kinderarbeit vorzugehen, zu unterstreichen, hat Apple heute seinen aktuellen Supplier Responsibility Progress Report veröffentlicht. Der Kontrollbericht zeigt, dass Apple beim chinesischen Zulieferer Guangdong Real Faith Pingzhou Electronics ganze 74 Fälle von Kinderarbeit aufgedeckt und als Konsequenz die Geschäftsbeziehungen eingestellt hat.

Wie weiterhin aus dem Report hervorgeht, half der Jobvermittler Shenzhen Quanshun Human Resources, die Minderjährigen an die Unternehmen zu vermitteln. Dabei arbeitete die Firma sogar mit den chinesischen Familien zusammen, um Dokumente zur Altersverifikation ihrer Kinder zu fälschen. Der Supplier Responsibility Progress Report deckt insgesamt elf Firmen auf, die minderjährige Arbeiter beschäftigt haben. Zu 106 Fällen werden derzeit noch Ermittlungen durchgeführt.


Neben Kinderarbeit untersucht Apple mit seinem Report auch die Arbeitsbedingungen bei seinen Zulieferern. So will das Unternehmen auch in Zukunft unter anderem gegen unverhältnismäßig hohe Überstundenzahlen und zwielichtige Vermittlungsgebühren für Arbeiter aus dem Ausland vorgehen. Den kompletten Supplier Responsibility Progress Report finden Sie auf apple.com .

Freitag den 25.01.2013 um 19:04 Uhr

von Denise Bergert

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