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Apple dementiert NSA-Trojaner DROPOUTJEEP auf iPhones

02.01.2014 | 09:28 Uhr |

Apple hat Berichte dementiert, nach denen es heimlich ein Programm namens DROPOUTJEEP in alle iPhones eingebaut habe, damit der US-Geheimdienst NSA jedes iPhone komplett überwachen könne.

Das Jahr 2013 ging mit einer Reihe weiterer schockierender Enthüllungen über die Spionage-Tätigkeit der NSA zu Ende. So wurde bekannt, dass die NSA neue PCs, Notebooks und andere Geräte bestimmter Hersteller vor der Auslieferung an den Kunden „verwanzen“ würde. Zudem besitze die NSA mit der ANT eine eigeneSpionage-Technik-Entwicklungsabteilung.

Der Hammer zum Jahresende 2013 war aber die Enthüllung von Jacob Appelbaum auf dem 30. Chaos Communication Congress (30C3) in Hamburg: Demnach könne die NSA mit einem Spähprogramm namens DROPOUTJEEP jedes iPhones überwachen und beispielsweise dessen Kurznachrichten und Adresslisten lesen, die iPhones lokalisieren und auch Sprachnachrichten abhören sowie unbemerkt Kameras und Mikrofone auf den iPhones aktivieren. DROPOUTJEEP können Dateien von dem iPhone verschicken und auch Dateien auf dem iPhone empfangen.

Die Dokumente, die die Funktionsweise von DROPOUTJEEP zeigen sollen, stammen allerdings aus dem Oktober 2008 und sagen nichts aus über die derzeitige Situation auf modernen iPhones mit dem aktuellen iOS7.

Apple dementiert Existenz von DROPOUTJEEP

Apple hat nun diese Enthüllung zurückgewiesen, wie das Weblog des Wall Street Journal schreibt.

Apple behauptet demnach, dass es nie mit dem Geheimdienst NSA zusammengearbeitet habe. Apple habe nie zusammen mit der NSA ein Backdoor-Programm für das iPhone entwickelt. Apple habe zudem keine Kenntnis von einem Programm namens DROPOUTJEEP, das iPhones überwachen solle. Apple würde sich stattdessen intensiv um die Privatsphäre und die Sicherheit seiner Kunden kümmern.
 

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