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Apple streitet mal wieder mit Apple

30.03.2006 | 16:22 Uhr |

Bereits zwei Mal sind der PC-Hersteller Apple und Apple Corps, eine Firma der Beatles, in der Vergangenheit juristisch aneinander geraten. Nun wird in London ein weiterer Prozess verhandelt. Darin wird dem Computer-Hersteller vorgeworfen, unerlaubterweise sein Logo zu Werbezwecken für Itunes einzusetzen.

Logos sind so eine Sache, vor allem wenn sich die Zeichen verschiedener Unternehmen sehr ähneln. Dies ist der Fall bei Apple (der Computerfirma) und Apple Corps , einem Unternehmen, das den Mitgliedern der Beatles (beziehungsweise deren Witwen) gehört. Steve Jobs hatte seinerzeit das Logo aus Bewunderung für die Beatles gewählt und mit der Bissspur ein wenig abgeändert.

Wegen des Logos gab es bereits zwei Mal Streitigkeiten zwischen den Unternehmen, im Jahr 1991 einigte man sich darauf, dass Apple das Logo verwenden darf, ausgenommen zu Werbezwecken, die mit Musik zusammenhängen. Die Einigung kostete Apple seinerzeit 25 Millionen Dollar.

Was vor rund 15 Jahren niemand ahnen konnte - dass Apple irgendwann mal etwas mit Musik zu tun haben könnte - ist mittlerweile in Form des Ipods und des Itunes Music Stores eingetreten, was auch den Anwälten des Beatles-Unternehmens nicht verborgen geblieben ist. Diese werfen Apple nun vor, das Logo in unrechtmäßiger Weise für die Bewerbung von Musikangeboten zu nutzen und verlangen, dass das Logo für diese Art von Werbung nicht mehr eingesetzt wird.

Als Beweis für die Anschuldigungen präsentierte Apple-Corps-Anwalt Geoffrey Vos einen Itunes-Werbeclip, in dem exklusive Tracks der Band Coldplay beworben wurden. Die Werbung endete mit einem Apple-Logo. "Diese Werbung ist der abscheulichste Verstoß gegen die Vereinbarung, den man sich nur denken kann", so Vos.

Apple lies offiziell bislang lediglich verlauten, dass man die Auslegung der Vereinbarung von 1991 anders interpretiere, als Apple Corps.

Sollte das Gericht Apple Corps Recht geben, könnte das Unternehmen Schadenersatz gegen Apple geltend machen. Das Verfahren dauert noch an.

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