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Apple stellt Support für QuickTime unter Windows ein

19.04.2016 | 09:54 Uhr |

Für QuickTime unter Windows wird es keine Updates mehr geben. Sicherheitsforscher haben nun aber zwei kritische Lücken entdeckt. Update: Adobe räumt Abhängigkeiten von QuickTime ein.

Update vom 19.04.2016: Adobe warnt vor vorschneller QuickTime-Löschung

Bei einigen Produkten von Adobe gebe es Abhängigkeiten von QuickTime, warnt Adobe in einem Blog-Eintrag . Das betreffe vor allem professionelle Anwendungen und etwa Apple ProRes. Man wolle nun die Entwicklung nativer Lösungen vorantreiben, um das Problem aus der Welt zu schaffen. Bei den Formaten MPEG2, H.264, JPEG und vielen anderen soll es bereits heute keine Probleme geben. Einen Zeitplan bis zur endgültigen Problemlösung konnte man bei Adobe aber nicht nennen.

Ursprüngliche News vom 15.04.2016

Apple stellt den Support für QuickTime unter Windows ein, es wird keine neuen Updates und auch keine Sicherheits-Updates mehr geben. Antiviren-Spezialist Trend Micro rät darum zur Deinstallation von QuickTime auf Windows-Rechnern. Mac-OS-X-Nutzer können QuickTime aber weiterhin verwenden, da für sie weiterhin Updates bereitgestellt werden.

Zwei kritische Lücken in QuickTime gefunden

Das Problem wird dadurch verschärft, dass Trend Micro zwei neue kritische Sicherheitslücken für QuickTime unter Windows entdeckt hat. Zwar seien Trend Micro noch keine Angriffe bekannt, welche auf diese Zero-Day-Lücken zurückgreifen. Doch dürfte das nur eine Frage der Zeit sein, da die besagten Lücken nun nicht mehr gepatcht werden.

Beide Lücken gestatten es einem Angreifer, schadhaften Code auf dem Rechner des Opfers auszuführen. Dazu muss das Opfer lediglich eine präparierte Webseite besuchen, auf welche ihn der Angreifer beispielsweise per Link in Facebook oder in einer E-Mail locken kann.

So löschen Sie QuickTime

Sollten Sie QuickTime 7 Pro verwenden, müssen Sie den Registrierungsschlüssel vor dem Löschen sichern. Das geht über "Registrieren" in den Einstellungen vom QuickTime Player. Wechseln Sie nun in die Systemsteuerung und deinstallieren Sie QuickTime. Stellen Sie anschließend sicher, ob auch alle QuickTime-Plugins aus dem Browser entfernt wurden. In Firefox etwa, indem Sie about:addons in die Adresszeile eintippen

Alternative für QuickTime: Der kostenlose VLC Player beherrscht so ziemlich alle denkbaren Multimedia-Dateitypen.

Apples Multimedia-Player ist längst nicht der einzige Oldie, der auf Ihrer Festplatte nichts zu suchen haben sollte. Weitere Software, die nicht mehr gefplegt wird, und die Sie darum deinstallieren sollten: Windows XP und Java 6.

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