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Apple setzt nicht mehr ausschließlich auf PortalPlayer Chips

22.04.2006 | 11:29 Uhr |

Der erfolgreiche Chip-Hersteller PortalPlayer gab bekannt, dass Apple zukünftig auch andere Prozessoren für den firmeneigenen iPod verwenden will.

PortalPlayer generiert 90 Prozent seiner Umsätze aus dem Verkauf seines MP3 Prozessors an Apple . Der Nachfolge-Chip des PP5021 soll jedoch keine Verwendung in der neuen Generation des iPods finden. PortalPlayer geht jedoch davon aus, dass der bisher gefertigte Chip auch weiterhin in einigen Geräten verbaut werden wird.

Der für die zweite Jahreshälfte angekündigte Multimedia-Prozessor PP5024 wird im 130nm-Verfahren gefertigt und soll die I-O-Controller, Analog-Audio-Prozesse und Stromspar-Funktionen in einem Chip vereinen. So können sich Musikfreunde damit bei speziellen Diensten anmelden oder von der Zwischenspeicherung von Dateneinträgen profitieren und dies alles mit geringstem Strombedarf.

Analisten waren daher sehr erstaunt über die Entscheidung Apples und gingen davon aus, dass PortalPlayer auch die IPod Nano Generation mit ihren Chips versorgen würde und rechnen nun damit, dass Samsung, Sigma Tel, Actions oder LSI Logic den neuen iPod mit seinem Herzen ausstatten wird. Bestätigt wurden diese Vermutungen allerdings noch nicht. Auch über die Auswirkungen für PortalPlayer können nur Vermutungen angestellt werden. Zwar stellt die Firma auch Chips für andere Geräte außerhalb des MP3-Sektors her, doch muss man sich hier erst einen Namen machen. So ist das Wachstum von PortalPlayer vor allem auf den Boom des iPods zurückzuführen, was dem Unternehmen eine Umsatzsteigerung von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr einbrachte. Betrachtet man das Jahr 2004, so hat die Firma ihren Umsatz sogar um 75 Prozent steigern können.

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