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Apple seit Jahren im Visier der CIA

10.03.2015 | 18:06 Uhr |

Laut Dokumenten von Edward Snowden soll die CIA seit Jahren versuchen, Apples Verschlüsselung zu knacken.

Das Online-Magazin The Intercept ist in den Besitz neuer Dokumente des Whistleblowers Edward Snowden gelangt. Die Akten erheben schwere Vorwürfe gegen die CIA. Der Auslandsgeheimdienst der USA soll mit Hilfe von Wissenschaftlern bereits seit mehreren Jahren versuchen, Apples Verschlüsselungsmethoden auf iPhones und iPads zu knacken.

Anhand von mehreren Initiativen seien Experten unter anderem auf die Verschlüsselung von Apples mobilen Prozessoren sowie Xcode, einem Apple-Tool mit dem die Mehrzahl der iOS-Apps programmiert wird, angesetzt worden. Auch wenn die Dokumente nicht offenbaren, ob eine der Initiativen erfolgreich war, verdeutlicht sie doch den andauernden Kampf zwischen Geheimdiensten und Technologie-Konzernen.

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Die Unterlagen stammen aus dem Jahr 2012 und wurden im Rahmen einer Präsentation unter dem Titel „Strawhorse: Attacking the MacOS and iOS Software Development“ gezeigt. Darin wird erklärt, wie eine manipulierte Version von Xcode das Auslesen von Daten auf iPhones und iPads möglich machen würde. Ebenfalls erwähnt werden ferngesteuerte Hintertüren auf Macs, die Sicherheitsvorkehrungen auf Apple-Geräten aushebeln könnten. Wie die Geheimdienste Entwickler dazu bringen wollen, die manipulierte Software einzusetzen, ist allerdings unklar.

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