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Apple präsentiert Ipod Nano und Itunes-Handy

Apple ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus und hat am Mittwoch zwei neue Produkte präsentiert, die den Absatz über Itunes in Schwung halten sollen: den Ipod Nano und ein Itunes-Handy.

Apple Computer hat nach seinem Erfolg im Internet-Musik-Geschäft am Mittwoch ein wahres Produktfeuerwerk präsentiert. Nachfolger des portablen Musikplayers Ipod Mini soll der kleine Winzling "Ipod Nano" werden. "Der Ipod Nano ist die größte Revolution seit dem originalen Ipod", sagte Apple-Chef Steve Jobs euphorisch. Wie bereits in Branchenkreisen erwartet, stellte das Unternehmen in Kooperation mit Motorola auch erstmals ein Itunes-Musik-Handy vor.

Der Ipod Nano ist kaum größer als eine Visitenkarte und fasst mit seinem Speicher von 4 GB rund 1000 Musikstücke. Im Vergleich zum Volumen des Ur-Ipods hat das neue Gerät um 80 Prozent abgespeckt. Die neue Produktreihe löst den Ipod Mini ab. "Der Ipod Nano wird aus dem Stand der wichtigste Ipod der Welt werden", sagte Jobs. Das 42,5 Gramm schwere Gerät mit Farbdisplay und dem von Apple patentierten, kreisrunden Navigationsknopf "Click wheel" soll für einen Preis von 249 Dollar auf dem amerikanischen Markt ab sofort erhältlich sein. In Europa werden die ersten Geräte in rund einer Woche für 249 Euro verkauft. Ein kleineres Modell mit einer Kapazität für 500 Songs (2 GB) soll es für 199 Dollar beziehungsweise Euro geben. Beide Geräte, auf denen sich auch Bilder speichern lassen, soll es außer in der für Apple traditionellen Farbe Weiß auch in Schwarz geben.

Erstmals kündigte Apple auch das lange erwartete Itunes-Musik-Handy in Kooperation mit dem Handy-Hersteller Motorola vor. Auf dem Mobiltelefon "Motorola ROKR", in dem zwei Stereo-Lautsprecher integriert sind, ist der Platz für Musikstücke auf insgesamt 100 Stück begrenzt. Die Songs können über ein USB-Kabel mit dem Computer synchronisiert werden.

Apple und Motorola hatten ein entsprechendes Itunes-Handy bereits Ende vergangenen Jahres angekündigt. Der Marktstart wurde aus weiter nicht genannten Gründen immer wieder verschoben. Auf dem amerikanischen Markt werde das Gerät exklusiv von dem größten Mobilfunkunternehmen Cingular vertrieben, sagte Jobs.

Apple hat nach Angaben von Jobs bereits 22 Millionen seiner mobilen Player verkauft, darunter 6,2 Millionen im vergangenen Quartal. Bereits im kommenden Jahr sollen 30 Prozent aller in den USA verkauften Autos eine Option für das Musik-Abspielen über Apples Ipod besitzen, kündigte Jobs an. Partner seien unter anderem Audi, BMW, VW und Mercedes-Benz.

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