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Apple iTunes kontra EU-Kommission: Frist für Stellungnahme endet heute

18.06.2007 | 16:35 Uhr |

Europäische Anwender zahlen, je nachdem, in welchem Land sie wohnen, unterschiedlich hohe Preise für Songs, die sie per iTunes herunterladen. Dies ist der EU-Kommission ein Dorn im Auge und sie hat von den beteiligten Unternehmen Stellungnahmen eingefordert. Die Frist hierfür endet heute.

Der iTunes-Music-Store ist in einer Reihe europäischer Länder verfügbar. Allerdings werden je nach Land unterschiedlich hohe Preise für ein und dieselben Titel verlangt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Anwender nicht einfach auf einen günstigeren iTunes-Shop innerhalb der EU ausweichen können. Für diese Vorgehensweise hat die EU vor einiger Zeit Stellungnahmen seitens Apple und vier Musikunternehmen eingefordert, die Frist läuft heute ab.

Ursprünglich sollte die Frist nur bis Anfang Juni laufen, auf Wunsch von Apple und drei der vier Musikverlage wurde diese um zwei Wochen verlängert, erklärte Jonathan Todd, Sprecher der EU-Kommission am Montag. Ein Musikunternehmen habe sich bereits schriftlich zu den Vorwürfen geäußert und auch der Rest werde folgen, ist sich die Kommission sicher: "Wir haben jeden Grund zur Annahme, dass die übrigen Unternehmen bis Ende der Frist antworten werden", so Todd.

Um welche Musikverlage es sich im Detail handelt, wollte die EU-Kommission nicht mitteilen. Es ist aber davon auszugehen, dass es sich bei diesen um die vier Majors handelt, als da wären Sony BMG Music Entertainment, Universal Music Group, Warner Music und EMI Group.

Die Kommission vertritt die Auffassung, dass die Vertriebsabkommen zwischen den Musikverlagen und Apple, die die genannten Restriktionen beinhalten, dem offenen EU-Markt widersprechen. Apple sieht sich nach einem Bericht des IDG News Service nicht als Hauptverantwortlichen dieser Situation: Demnach habe man immer versucht, einen einheitlichen EU-iTunes-Shop zu errichten, der für alle EU-Bürger offen steht, dies sei jedoch durch die Musikverlage und Publisher verhindert worden.

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