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iPhone wird zum Kreditkartenleser

02.02.2010 | 09:25 Uhr |

Der E-Payment-Spezialist VeriFone hat in den USA ein System auf den Markt gebracht, dass das iPhone zum Kreditkartenleser macht. Damit wird es kleinen Unternehmen möglich, einfach mit dem Smartphone sichere Kreditkartentransaktionen durchzuführen.

Kostspielige Spezialgeräte können somit entfallen.

Das " PAYware Mobile " genannte System setzt auf eine spezielle Hülle für eine zugehörige App. VeriFones Lösung wird im Laufe des Jahres Konkurrenz bekommen, denn auch andere Unternehmen wollen das iPhone zum bequemen Zahlungsterminal machen, darunter das von Twitter-Erfinder Jack Dorsey gegründete Start-up Square https://squareup.com .

Kostenvorteil

Schon vor dem Start war das Interesse an der Lösung groß, so VeriFone-CEO Douglas G. Bergeron. Das zeige, wie viele Kleinunternehmen zwar sichere Kreditkartenzahlungen anbieten wollen, aber bisher vor den damit verbundenen Kosten zurückgescheut haben. Gleichzeitig lockt VeriFone damit, dass die Transaktionsgebühren für Kreditkartenzahlungen in der Regel um 30 Prozent sinken, wenn die Karte mit PAYware Mobile eingelesen und die Nummer nicht händisch eingegeben wird.

Das VeriFone-System nutzt eine spezielle iPhone-Hülle. Sie dient als Kartenleser und übernimmt auch die Verschlüsselung der Daten für die elektronische Übermittlung. Zudem ist ein Stylus inkludiert, um auf dem Display die Unterschrift des Kunden zu erfassen. Mithilfe der App werden Zahlungen abgewickelt, wozu ein Händlerkonto beim Kreditkartenunternehmen erforderlich ist. Hülle und App sind dabei kostenlos, wenn ein Unternehmer den zugehörigen Gateway-Service-Vertrag mit VeriFone abschließt.

iPhone-Zahlung im Trend

Einen Markt für das iPhone als Kreditkartenleser wittert nicht nor VeriFone. Das Unternehmen ist lediglich der erste Anbieter, der sein System wirklich auf den Markt bringt. Die Konkurrenz steht aber schon in den Startlöchern. Der Zubehöranbieter mophie hat im Rahmen der Consumer Electronics Show mit "marketplace" eine Lösung angekündigt, die ebenfalls auf eine spezielle iPhone-Hülle als eigentlichen Leser setzt und einen Händleraccount erfordert.

Noch kompakter und einfacher wirkt Squares System. Hier kommt ein vergleichsweise kleiner Leser zum Einsatz, der einfach an den Kopfhörereingang des iPhones angesteckt wird und so mit dem Handy kommuniziert. Im Gegensatz zu den Konkurrenten wird das Unternehmen die Abwicklung der Transaktionen beim Kreditkartenunternehmen übernehmen, sodass Händler keinen eigenen Account benötigen. Das System wird bereits Praxistests unterzogen und soll bald allgemein verfügbar werden.

(pte)

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