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Apple fährt iPhone-Produktion angeblich drastisch zurück

08.01.2016 | 09:49 Uhr |

Apple fährt die Produktion für das iPhone 6S und 6S Plus angeblich um ungefähr 30 Prozent im ersten Kalenderquartal 2016 zurück.

Diese Einschätzung geht auf einen Bericht des japanischen Wirtschaftsmagazins Nikkei zurück. Im zweiten Quartal ab April 2016 soll die Produktion aber wieder auf Normalniveau ansteigen. Ob dies nun mit einer verringerten Nachfrage nach den Apple-Smartphones zu tun hat, oder ob das Unternehmen gar gezielt das Angebot reduziert, gehört zum möglichen Interpretationsrahmen, denn, wie so oft: nichts Genaues weiß man nicht. Apple äußert sich selbst verständlich nicht dazu, im vergangenen Herbst hatte Apple-CEO Tim Cook jedoch auf einen ähnlichen Bericht mit der Bemerkung reagiert, dass sich anhand des Auftragsvolumens bei einem einzelnen Zulieferer nicht auf die gesamte komplexe Produktionskette schließen ließe.

Die Apple-Aktien gaben jedenfalls nach dem jüngsten Bericht zunächst um 2,5 Prozent nach und sind kurz nach dem heutigen Handelsstart erstmals seit Herbst 2014 unter die Marke von 100 US-Dollar gerutscht. Spiegel Online  berichtet , dass sich laut Analysten (bei denen freilich nie so genau bekannt ist, wer das eigentlich ist und welche Kompetenz respektive seriöse Kenntnisse diese haben) mehr als 20 Millionen unverkaufte iPhones bei Zulieferern und in den Lagern der Geschäfte stapeln. Möglicherweise aber – den Wahrheitsgehalt der Meldung immer vorausgesetzt – hängt die Drosselung der iPhone-Produktion auch damit zusammen, dass sich der chinesische Markt derzeit in starken Turbulenzen befindet, wie der dortige jüngste Börsencrash zeigt. Da China ein wichtiger Absatzmarkt für Apple ist, hätte dieser Rückgang in der Produktion dann weniger mit der Nachfrage nach den iPhones zu tun, als mit der Tatsache, dass sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weniger Menschen Luxusprodukte leisten. In gut drei Wochen wird Apple die Bilanz für das Weihnachtsquartal 2015 vorlegen, die offiziellen Zahlen könnten Rückschlüsse zulassen.

Sorgen unbegründet

Selbst wenn der Bericht des Wall Street Journla korrekt sein sollte, muss das nicht bedeuten, dass das iPhone in Schwieirigkeiten gerät, erklärt unser Macworld-Kollege Jason Snell . Es gebe auch andere Erklärungen: Apple könnte die Nachfrage überschätzt  oder sie zum Verkaufsstart schlicht und ergreifend erfüllt haben: Erstmals waren die neuen iPhones auch sofort in China erhältlich. Ein im Vergleich zu den Vorjahren stärkerer Nachfrage- und Produktionsrückgang wäre somit vollkommen erwartbar. Aber auch eine weitere Erklärung ist zumindest denkbar: Apple könnte ein neues Modell schon vor September planen - vor Weihnachten kursierten entsprechende Gerüchte um ein iPhone 6C. Also: Keine Sorge! pm

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