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Keine Sicherheit fürs iPhone

11.08.2010 | 15:05 Uhr |

Die Aufregung um die Sicherheitslücken in Apples Betriebssystem iOS für seine Mobilgeräte, die mit dem jüngsten Jailbreak-Exploit ausgenutzt werden, hat erneut ans Licht gebracht, dass es keine Schutz-Software für iPhone und Co. gibt.

Antivirushersteller und andere Sicherheitsunternehmen bieten seit geraumer Zeit Antivirus-Software und weitere Schutzprogramme für verschiedene Mobilplattformen an, etwa für Windows Mobile oder Symbian. Doch für das iPhone sowie für iPad und iPod touch gibt es so etwas nicht, obwohl es offenbar nötig wäre.

Mikko Hypponen, oberster Sicherheitsforscher beim finnischen Antivirushersteller F-Secure, hat im F-Secure Blog eine FAQ zur Jailbreak-Lücke veröffentlicht. Darin erklärt Hypponen ganz offen, dass es keine Antivirus-Software für das iPhone gebe, von keinem Hersteller, weil das ohne Mithilfe von Apple nicht möglich sei. Offenbar hat Apple jedoch wenig Interesse daran Dritten die Bereitstellung von Sicherheitsprogrammen zu ermöglichen.

Auf die Frage, wie man sich vor schädlichen PDF-Dateien schützen könne, die versuchen die Jailbreak-Lücke für böswillige Zwecke zu nutzen, verweist Hypponen auf eine App namens "PDF Loading Warner" des Chronic Dev Teams. Diese Cydia-Erweiterung lässt sich jedoch nur auf bereits per Jailbreak gehackten iPhones installieren. Daher empfiehlt Hypponen diese App ausdrücklich nicht.

Apple hat unterdessen wohl schon einen Patch gegen die Jailbreak-Lücke, die an sich aus zwei separaten Schwachstellen besteht, entwickelt und wird diesen zu einem noch nicht bekannten Termin als iOS-Update veröffentlichen. Ob oder wann Apple iOS hingegen für Sicherheitsprogramme von Drittanbietern öffnet, steht in den Sternen.

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