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Verantwortliche für iPhone-4-Leak werden strafrechtlich verfolgt

12.08.2011 | 17:04 Uhr |

Die beiden Männer, die im vergangenen Jahr einen iPhone-4-Prototypen an einen Technik-Blog verkauft hatten, könnten für ein Jahr ins Gefängnis wandern.

Im vergangenen Jahr sorgte ein Prototyp von Apples iPhone 4 für Aufsehen. Ein Mitarbeiter hatte das Gerät in einem Pub vergessen. Zwei junge Männer fanden das Smartphone und verkauften es gewinnbringend an den Technik-Blog Gizmodo, der sich damit exklusiv eine Enthüllungs-Story sicherte.

Der US-Staatsanwalt Steve Wagstaffe hat heute, eigenen Angaben zufolge, Klage gegen die beiden „Diebe“ eingereicht. Brian Hogan, der das iPhone 4 gefunden hatte, wird Diebstahl vorgeworfen. Hogans Bekannter, Sage Robert Wallower, soll ebenfalls strafrechtlich belangt werden, da er den Apple-Prototyp an die höchstbietende Website verkauft hatte. Gizmodo und der Mutter-Konzern Gawker Media sollen jedoch straffrei ausgehen.

Die Ermittlungen um den iPhone-4-Leak begannen Anfang 2010. Der 28-jährige Apple-Mitarbeiter Robert Gray Powell hatte einen nicht gekennzeichneten iPhone-4-Prototypen in einem Biergarten in Redwood City, Calif vergessen. Hogan, damals noch Student, fand das Gerät und verkaufte es für 5.000 US-Dollar an den US-Blog Gizmodo.

Apple iPhone 5 - Video enthüllt (angeblich) alle Details

Apple drängte die Behörden damals zu einem schnellen Eingreifen. Nachdem erste Bilder des iPhone 4 auf Gizmodo veröffentlicht wurden, durchsuchte die Polizei das Haus von Herausgeber Jason Chen und beschlagnahmte das Smartphone. Hogan und Wallower drohen nun ein Jahr Gefängnis sowie eine Geldstrafe in Höhe von 1.000 US-Dollar.

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