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Mängelberichte zum iPhone 3G

22.07.2008 | 15:02 Uhr |

Die Euphorie um Apples runderneuertes iPhone ist ungebrochen, in Europa ist das iPhone 3G komplett ausverkauft. Doch in den USA mehren sich die Stimmen, die über Mängel und Probleme bei Apples neuem Wunderkind berichten. Betroffen sind Programme von Drittherstellern, die Bluetooth-Funktion und GPS.

Sofern die Blog- und Foreneinträger einiger iPhone 3G-Besitzer zutreffen, gibt es offensichtlich sowohl mit der Software als auch mit der Hardware von Apples neuestem Wunderkind ernste Probleme.

Wer Software aus dem Itunes Store auf dem iPhone 3G installieren will, die nicht von Apple stammt sondern von Drittherstellern, muss anscheinend mit häufigen Abstürzen rechnen . In einigen Fällen scheint sich das Problem lösen zu lassen, indem man die problematische Anwendung wieder entfernt und danach neu installiert. Mitunter trat das Problem aber nach einiger Zeit erneut auf.

Einige - zunehmend weniger stolze - iPhone-3G-Besitzer klagen über die langsame Reaktion der iPhone-3G-Oberfläche auf Eingaben mit dem Finger. Mitunter stürzen Anwendungen komplett ab, das Betriebssystem friert ein oder der Browser Safari quittiert den Dienst. Dieses mitunter träge Verhalten wird allerdings nicht nur für das iPhone 3G sondern auch für dessen Vorgänger gemeldet.

Alle diese Probleme sollte Apple mit geeigneten Firmware-, Betriebssystem- oder sonstiges Updates irgendwann in den Griff bekommen. Anders verhält es sich mit der Kritik an der Hardware. So beklagen sich einige Besitzer über einen unerwünschten Echo-Effekt , wenn sie das iPhone 3G mit einem Bluetooth-basierten Audio-System zusammenschließen.

Besitzer eines BMWs scheint das iPhone 3G besonders auf dem Kieker zu haben. Denn Angehörige der "aus Freude am Fahren"-Fraktion können die Konktaktdaten/Adressen zwischen iPhone und ihrem bayerischen Edelschlitten nicht mehr synchronisieren . Die Einträge im Adressebuch das iPhones erscheinen nicht mehr auf dem iDrive-Display des BMWs. Womit auch klar wird, dass keineswegs alle BMW-Fahrer von diesem Problem betroffen sind, sondern nur solche, die einen BMW mit iDrive-Technologie besitzen. Kleiner Trost für Fans der bayerischen Nobelmarke: Auch der eine oder andere Landrover-Besitzer scheint von diesem Problem betroffen.

GPS ist eine der beiden wesentlichen Neuerungen des iPhone 3G. Da ist es natürlich ganz besonders ärgerlich, wenn einige iPhone-Besitzer sich beklagen, dass die GPS-Funktion entweder gar nicht oder zumindest nur unzuverlässig funktioniert . Das GPS-Signal scheint mittendrin auszusetzen und lässt dann offensichtlich orientierungslose iPhone-Kunden zurück (wie kamen nur in vergangen Zeiten die Menschen ans Ziel, als es noch kein GPS und keine Navigationsgeräte gab - das fragt man sich unwillkürlich). Mitunter scheinen auch viele gängige Audio-Kits in Autos nicht unterstützt zu werden.

Apple scheint die Beschwerden jedoch sehr ernst zu nehmen und arbeitet nach Branchenberichten bereits an einem Update für die iPhone-Software mit der Bezeichnung iPhone 2.0.1 .

Von all dieser Kritik zeigen sich die Quartalszahlen von Apple jedoch völlig unterschüttert. Der Konzern mit dem angebissenen Apfel meldet für das Quartal 3/2008 solide Ergebnisse: 1.07 Milliarden Dollar Gewinn bei 7,46 Milliarden Dollar Umsatz. Beide Zahlen liegen knapp über den Erwartungen der Analysten. Für das Quartal 4/2008 ist die Vorschau jedoch zurückhaltend. Im dritten Quartal 2008 verkaufte Apple 717.000 iPhones, 2,5 Millionen Mac-Rechner und elf Millionen iPods.

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