24.07.2011, 15:09

Michael Söldner

Apple

Macbook-Akku als Viren-Speicher

©apple.de

Die in Apples Macbook verbauten Batterien könnten von Hackern manipuliert und somit als permanenter Viren-Speicher verwendet werden.
Der Sicherheitsexperte Charlie Miller hat eine interessante Entdeckung bei Apples Laptop-Bestseller Macbook gemacht. Die in den Akkus verbauten Chips, die eigentlich den Ladezustand überwachen und diese Informationen an das Betriebssystem und das Ladegerät weitergeben sollen, könnten von Hackern missbraucht werden.
Die dafür zuständigen Controller seien zwar mit einem Standard-Passwort abgesichert, wird diese Hürde jedoch von Angreifern überwunden, so besteht die Möglichkeit, den Akku eines Macbooks dauerhaft zu zerstören. Zudem wäre es über diese Sicherheitslücke sogar möglich, Viren einzuschleusen, die selbst nach einem BIOS-Update oder einer Neuinstallation des Betriebssystems wieder aktiv werden können.
Ein derart tiefer Eingriff in die Systemsoftware des Macbooks sei laut Miller zwar recht schwer zu realisieren, aber durchaus möglich. Bei seinen Experimenten wurden sieben Akkus unbeabsichtigt zerstört. Trotzdem wolle er eine Gefährdung durch Viren auf manipulierten Akkus nicht ausschließen. Forbes zufolge will Miller seine Erfahrungen auf der Sicherheitskonferenz Black Hat im August in Las Vegas vorstellen, auch Apple sei bereits in Kenntnis gesetzt worden. Der Sicherheitsexperte plant außerdem, ein Programm zu veröffentlichen, mit dem sich die Passwörter der Macbook-Akkus durch eine zufällige Zeichenfolge ersetzen lassen.

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