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Kritiker nehmen iPhone 3G unter die Lupe

09.07.2008 | 14:33 Uhr |

Technik-Experten namenhafter US-Zeitungen haben das Apple-Handy vor dem offiziellen Verkaufsstart unter die Lupe genommen - im Fokus standen unter anderem Akku, GPS-Navigation und der App Store.

Drei Technik-Experten der großen US-Tageszeitungen Wall Street Journal, USA Today und New York Times haben das Apple-Handy iPhone bereits vor dem offiziellen Verkaufsstart getestet und ihr Resümee über die einzelnen Features sowie Neuerungen gezogen. Dabei standen unter anderem die Lebensdauer der Batterie, die Einbindung von Dritthersteller-Software über den App Store sowie die Navigation via GPS im Fokus.

Saft sorgt für Kraft
Apple gibt an, das iPhone 3G schaffe rund 5 Stunden Sprechzeit oder fünf Internet-Nutzung. Walter S. Mossberg vom Wall Street Journal fand bei seinem Test heraus, dass die Sprechzeit bei rund 4,5 Stunden liegt – lediglich eine halbe Stunde weniger als von Apple angegeben. Dieses minimale Manko gleicht die Internet-Nutzung wieder aus. Hier lief das Handy 5 Stunden und 49 Minuten, folglich 49 Minuten länger als von Apple beschrieben. Negativ: Obwohl der Batteriestatus am Nachmittag noch 20 Prozent anzeigt, machte der Akku noch am selben Tag bei durchschnittlicher Nutzung schlapp. Dennoch: Der Akku des iPhone 3G kann mit anderen 3G-Handys mithalten. Im Gegensatz zu anderen Modellen lässt sich die Batterie des iPhone 3G jedoch nicht austauschen.

Virtueller Software-Laden
Was beim ersten iPhone-Modell nur per Patch funktionierte, bietet Apple nun offiziell an: Die Implementierung von Dritthersteller-Software. Über den App Store vertreibt Apple in Zusammenarbeit mit den Entwicklern Programme wie Spiele, Web-Tools oder Multimedia-Utilities - einige davon kostenlos, andere wiederum kostenpflichtig. Mossberg hat die Steuerung von Spielen über den Sensorbewegungs-Modus getestet und war sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis. „Alles hat gut funktioniert“, resümiert er.

Schwacher Lotse
Im Gegensatz zum Vorgängermodell verfügt das iPhone 3G über eine echte GPS-Antenne. Der Nutzer kann nun seinen eigenen Standort ausfindig machen und somit deutlich zielorientierter navigieren. Doch: Dem Test des Experten David Rogue von der New York Times zufolge eignet sich die GPS-Antenne im Apple-Handy nicht für den Einsatz im Auto. Das Metallgehäuse oder abschirmende Gebäude sorgen dafür, dass das iPhone in puncto Wegbeschreibung genauso verwirrt ist wie der Nutzer. Zumal liefert Apple kein eigenes Kartenmaterial mit. Sucht der Anwender nach dem richtigen Weg, muss er parallel zur GPS-Navigation auf eine mobile Datenverbindung zurückgreifen, um das virtuelle Kartenmaterial Google Maps aufzurufen. Das schlägt sich nicht nur auf die Akkuleistung nieder, sondern es entstehen auch zusätzliche Kosten. Tom Tom hat jedoch angekündigt, installierbares Kartenmaterial für das iPhone anzubieten.

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